Lithium - Ein Rohstoff mit Zukunft

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Infografik Nr. 635230

Lithium – ein Rohstoff mit Zukunft

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Lithium – ein Rohstoff mit Zukunft

Die endliche Menge an industriell verwertbaren Rohmaterialien führt zwangsläufig zu der Frage, wann die ersten Rohstoffe knapp werden oder gänzlich zur Neige gehen werden. Schon Anfang der siebziger Jahre löste der „Club of Rome“ mit dieser Frage eine intensive öffentliche Diskussion aus. Heute stehen nicht nur die Energierohstoffe Erdöl, Erdgas und Uran und die Massenmetalle wie Eisen, Kupfer, Zink oder Aluminium im Blickpunkt des Interesses, sondern auch die seltenen Metalle wie Gallium, Indium, Titan, Tantal oder Germanium, die zur Veredelung gebraucht werden.

Auch Lithium, die Nummer 3 im Periodensystem, ist ein solcher Stoff; ein Alkalimetall, das in der Natur nur gebunden in Form von Salzen vorkommt. Die Erdkruste enthält durchschnittlich 0,006 % Lithium. Damit steht Lithium an 27. Stelle der Elementhäufigkeiten. Allerdings ist es im Gestein recht gleichmäßig verteilt; deshalb gibt es nur wenige Lagerstätten mit hoher Lithiumkonzentration. Kommerziell abgebaut wird Lithium heute hauptsächlich in Form von Solen aus Salzseen.

Nach Angaben des U.S. Geological Survey (USGS) wird Lithium heute in erster Linie (mit einem Anteil von 31 %) für die Glas-, Email- und Keramikproduktion verwendet. Es wird in Schmierölen und -fetten verarbeitet (10 %) und spielt eine wichtige Rolle als Bestandteil von Kühlmedien in Klimaanlagen (5 %) sowie in Stranggussverfahren (4 %) und Aluminiumlegierungen (3 %). Lithium dient auch zur Herstellung von Psychopharmaka. Ein Anwendungsbereich von zunehmend größerer Bedeutung ist aber die Herstellung von Batterien (derzeit mit einem Anteil von 23 %). Da Lithium-Batterien eine hohe spezifische Energiedichte aufweisen, sind sie überall dort im Vorteil, wo viel Energie gebraucht wird, aber Gewicht und Platz gespart werden muss. So dienen sie heute bereits als ausdauernde und kompakte Energiespeicher in Mobiltelefonen, Laptops, Digitalkameras und ähnlichen Geräten. Von ihnen wird jedoch auch ein entscheidender Beitrag zur Elektromobilität von morgen erwartet: Leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien sollen den Umstieg von Verbrennungs- zu Elektromotoren im Fahrzeugbau ermöglichen. Die Produktion elektrogetriebener Automobile dürfte etwa 2012 in eine signifikante Größenordnung vorstoßen und dann rasch zunehmen. Bis 2020 steigt der Lithium-Weltverbrauch nach Schätzung von Marktbeobachtern deshalb auf über 50000 t (davon voraussichtlich 40 % für Batterien).

Entgegen mancher Befürchtungen werden die weltweit vorhandenen Lithium-Reserven auch bei rasch wachsender Nachfrage bis 2050 ausreichen, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts Karlsruhe ergab.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 05/2010
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