Die Energiebilanz

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Infografik Nr. 370601

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In der Energiebilanz eines Landes wird der gesamte Energiefluss während eines Jahres von der Beschaffung über die Umwandlung bis zum Verbrauch zahlenmäßig aufgeschlüs ...

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Die Energiebilanz

In der Energiebilanz eines Landes wird der gesamte Energiefluss während eines Jahres von der Beschaffung über die Umwandlung bis zum Verbrauch zahlenmäßig aufgeschlüsselt und zusammengefasst. Sie liefert damit einen Überblick über die energiewirtschaftliche Situation und dient auch als Grundlage für energiepolitische Planungen und Entscheidungen. Die vorläufige Energiebilanz Deutschlands für das Jahr 2014 weist einen Primärenergieverbrauch von rund 448 Mio Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio t SKE) oder 13130 Petajoule aus. Nach wie vor wichtigster Energieträger war das Mineralöl mit einem Anteil von 34 %. Weitere 21 % stammten aus Erdgas und sonstigen Gasen, 13 % aus Steinkohle, 12 % aus Braunkohle. Die Kernenergie deckte noch 8 % des Bedarfs. Erneuerbare Energien – aus Windkraft, Biomasse, Wasserkraft, Solaranlagen, erneuerbaren Abfällen, Geothermie oder Wärmepumpen – steuerten zusammen bereits gut 11 % zur Versorgung des deutschen Energiemarkts bei. Knapp ein Drittel (30 %) des Primärenergieverbrauchs speiste sich aus inländischen Energiequellen (hauptsächlich aus Braunkohle und erneuerbaren Energien); die Quote der Importabhängigkeit betrug dementsprechend rund 70 %.

Ein Teil der verfügbaren Primärenergieträger (2014: knapp 34 Mio t SKE) wird nicht zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kraft genutzt, sondern für die nichtenergetische, stoffliche Verwertung aus dem Energiehaushalt abgezweigt. So ist das aus Mineralöl gewonnene Rohbenzin ein wichtiger Grundstoff für die Chemische Industrie. Zum weitaus größten Teil durchlaufen die Energierohstoffe aber eine Umwandlung in unmittelbar nutzbare, verbrauchsgerechte Energieformen. Steinkohle und Braunkohle z.B. werden zur Stromerzeugung in Kraftwerken eingesetzt und aus Rohöl wird in den Raffinerien Benzin, Diesel oder Heizöl gewonnen. Bei jeder Umwandlung geht allerdings ein erheblicher Teil der Ausgangsenergie an die Umwelt „verloren“. Zusammen mit den Leitungsverlusten auf dem Weg zum Verbraucher und dem Eigenverbrauch der Energiewirtschaft beliefen sich diese Verluste 2014 auf rund 120 Mio t SKE.

Für den Endenergieverbrauch (in Form von Briketts, Kraftstoff, Heizöl, Strom usw.) stehen schließlich nur noch knapp zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie zur Verfügung – laut Energiebilanz 2014 rund 295 Mio t SKE. Wichtigster Endenergieverbraucher war 2014 der Verkehr mit einem Anteil von 30 % vor der Industrie (29 %) und den privaten Haushalten (26 %). Auf die gewerblichen Kleinverbraucher und den militärischen Bereich entfielen weitere 15 % des Endenergieverbrauchs.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2016
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