Einkommen und Ersparnis der Haushalte

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Infografik Nr. 468220

Je höher das Einkommen eines Haushalts, desto mehr kann er für seine Konsumbedürfnisse ausgeben, desto größere Möglichkeiten hat er aber auch, Teile seines Einkommens auf die hohe Kante zu legen. Dieser Zusammenhang lässt sich durch Zahlen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) von 2018 belegen.

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Je höher das Einkommen eines Haushalts, desto mehr kann er für seine Konsumbedürfnisse ausgeben, desto größere Möglichkeiten hat er aber auch, Teile seines Einkommens auf die hohe Kante zu legen. Dieser Zusammenhang lässt sich durch Zahlen aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) von 2018 belegen. Den von ihr erfassten rund 41 Millionen Haushalten in Deutschland standen nach Abzug von Einkommensteuern und Sozialabgaben im Durchschnitt 3 661 € pro Monat zur Verfügung. Davon flossen 2 704 € in den privaten Konsum, weitere 484 € wurden für Kfz-Steuern, private Versicherungen, Zinsen usw. ausgegeben. Zusätzliche Einnahmen kamen durch die Auflösung von Vermögensbeständen und durch Kredite herein. Im Gegenzug wurden aber auch Kredite getilgt und neue Sach- und Geldvermögen gebildet. Unter dem Strich blieben 539 € als Ersparnis übrig.

Bei näherem Hinsehen zeigt sich indessen, dass längst nicht alle Haushalte in der Lage waren, überhaupt zu sparen, dass viele nur so eben über die Runden kamen oder sogar Schulden aufnehmen mussten, um ihre Ausgaben bestreiten zu können. In einer angespannten finanziellen Situation befanden sich vor allem die Haushalte mit Nettomonatseinkommen von weniger als 1 500 € – überwiegend Haushalte von Rentnern und Arbeitslosen, aber auch von Beschäftigten mit Niedriglöhnen. Im Schnitt lagen die verfügbaren Einkommen dieser 7,2 Mio Haushalte deutlich niedriger als ihre Ausgaben. Die Haushalte der untersten Einkommensgruppe (mit weniger als 900 €) überzogen ihr Budget jeden Monat sogar um durchschnittlich 174 €; in diesem Umfang mussten sie auf Rücklagen zugreifen oder sich verschulden.

Die 10,3 Mio Haushalte im Einkommensbereich zwischen 1 500 und 2 600 € kamen gerade so mit ihren Mitteln zurecht. Ihnen blieben im Durchschnitt lediglich 5 bzw. 71 € als monatlicher „Überschuss“. Dagegen leisteten sich Haushalte mit hohen Einkommen nicht nur größere Konsumausgaben, sondern häuften darüber hinaus beträchtliche Ersparnisse an. Die 9,0 Mio Haushalte der obersten Gruppe mit Einkommen von 5 000 bis 18 000 € kamen im Durchschnitt auf eine Ersparnis von rund 1 955 € pro Monat.

Im Vergleich zur EVS von 2013 hatte sich die finanzielle Situation 2018 vor allem für die untersten Einkommensgruppen verschlechtert. Sie rutschten zumeist noch tiefer in die roten Zahlen. Die Haushalte mit Einkommen von 1500 bis 2000 €, die sich 2013 noch verschulden oder Ersparnisse auflösen mussten, konnten 2018 ihr Budget immerhin wieder ausgleichen. Dagegen hatten die Haushalte mit Nettoeinkommen ab 5 000 € im Vergleich zu 2013 nun noch wesentlich höhere Beträge für den Vermögensaufbau übrig.

Reihe: 53
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Ausgabe: 09/2020
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