Der multimediale Haushalt

Der multimediale Haushalt
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Infografik Nr. 538165

Deutsche Haushalte werden immer multimedialer und digitaler. Welche Endgeräte und Services in unseren Wohnzimmern genutzt werden, zeigt dieses ZAHLENBILD.

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Neue Techniken audiovisueller Übertragung und Wiedergabe haben in rascher Folge die deutschen Haushalte erobert. Das Wohnzimmer ist heute Mittelpunkt einer medienelektronischen Erlebniswelt. Zugleich werden Kommunikation, Information, Spiel und Unterhaltung durch mobile Geräte zu allgegenwärtigen Begleitern im Alltag. Die wichtigste Rolle spielt aber nach wie vor das Fernsehen. Nahezu alle Privathaushalte (96 %) sind heute mit mindestens einem Fernsehgerät ausgestattet; 91 % besitzen einen Flachbildfernseher. Wurde das Fernsehen bis Mitte der 1980er Jahre allein durch erdgebundene (terrestrische) Sender verbreitet, so standen seitdem neue Übertragungswege (per Breitbandkabel und Satellit) zur Verfügung, die den Empfang einer weit größeren Anzahl von Fernseh- und Hörfunkprogrammen ermöglichten – eine wesentliche Voraussetzung für die Zulassung neuer, nunmehr auch privater Programmveranstalter. Heute haben 45 % aller Haushalte Satellitenempfang, 43 % einen Kabelanschluss, 19 % können über eine DSL/Internet-Verbindung fernsehen und weitere 10 % nutzen digitales terrestrisches Antennenfernsehen (DVB-T2). Pay-TV-Empfänger für Bezahlprogramme privater Anbieter (wie Sky, Netflix) sind in 20 % der Haushalte vorhanden.

Der Personalcomputer, ursprünglich ein nüchternes Arbeitsgerät, nimmt inzwischen einen zentralen Platz in der privaten Unterhaltung, Information und Kommunikation ein. 2021 verfügten 92% aller Haushalte über einen Laptop, ein Tablet oder einen stationären PC und 95% über einen Internetzugang, der ihnen den Zugriff auf die Informationen des World Wide Web und die vielfältigsten Online-Angebote ermöglicht. Ein Smartphone war in 86 % der Haushalte vorhanden. Mobiles Internet konnten 64 % der Haushalte nutzen.

Überzeugende technische Neuerungen im Bereich der Heimelektronik setzen sich in raschem Tempo durch, können aber auch schnell wieder verdrängt werden. Ein Beispiel dafür ist der Videorecorder, der bis Ende der 1990er Jahre in den meisten Haushalten Einzug hielt. Ganz ähnlich verlief der Siegeszug des CD-Players. Binnen weniger Jahre verdrängte die CD die traditionellen Tonträger. Inzwischen ist sie selbst schon wieder von der DVD und diese von der Blu-ray-Disc abgelöst, die sich auch zur Speicherung von Filmen und anderen großen Datenmengen eignen. 2021 besaßen 57% der Haushalte ein DVD- oder Blu-ray-Gerät. Beim Ausstattungsgrad (wie viel % der Haushalte verfügen über ein Gerät?) scheint in einigen Bereichen der Medienelektronik inzwischen die Sättigungsgrenze erreicht. Die Mehrfachausstattung von Haushalten z.B. mit mobilen Computern und Smartphones lässt aber noch Spielraum nach oben.

Ausgabe: 01/2022
Reihe: 53
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Reihentitel: Zahlenbilder
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