So wächst die Weltbevölkerung

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Infografik Nr. 603135

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts hat sich die Weltbevölkerung mehr als verdreifacht. Aber in einigen Weltregionen – Europa, China ? wurde der Gipfel der Bevölkerungsentwicklung bereits überschritten. Ist auch für die Weltbevölkerung insgesamt ein Ende des Wachstums abzusehen? Neue Vorausberechnungen der UN bis zum Jahr 2100!

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Um 1800 wurde die Erde von etwa 1 Milliarde Menschen bevölkert. Es dauerte rund 125 Jahre... mehr
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Um 1800 wurde die Erde von etwa 1 Milliarde Menschen bevölkert. Es dauerte rund 125 Jahre (bis 1927), ehe sich diese Zahl verdoppelt hatte. Die dritte Milliarde kam innerhalb von 33 Jahren (bis 1960) hinzu, die vierte in 14 Jahren (bis 1974) und die fünfte in 13 Jahren (bis 1987). Nach weiteren 11 Jahren überschritt die Weltbevölkerung 1998 die Schwelle von sechs Milliarden. 12 Jahre später wurden 2010 die sieben Milliarden erreicht. Wiederum 12 Jahre sind vergangen, wenn die Weltbevölkerung im Herbst 2022 auf über acht Milliarden anwächst.

Nach den Vorausschätzungen der UN verlangsamt sich das Wachstum der Weltbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten allmählich und kommt schließlich ganz zum Stillstand. In der mittleren Variante der Vorausberechnungen erreicht die Bevölkerungszahl 2086 mit 10,4 Milliarden ihr Maximum und geht dann langsam zurück. Die einzelnen Weltregionen durchlaufen aber unterschiedliche Entwicklungsphasen. Während Europa bereits 2020 und China 2021 ihren Bevölkerungsgipfel überschritten haben, setzt sich das Bevölkerungswachstum in Nordamerika, in Asien (ohne China und Indien) und vor allem in Afrika noch über die nächste Jahrhundertschwelle hinaus fort.

Für die derzeit noch immer anhaltende Zunahme der Weltbevölkerung sind folgende Faktoren bedeutsam: ● Der Altersaufbau. Auf Grund des kräftigen Bevölkerungswachstums der letzten Jahrzehnte sind die jüngeren Altersklassen der Weltbevölkerung – diejenigen Jahrgänge also, die selbst Kinder in die Welt setzen können – relativ stark besetzt. Die absolute Zahl der Geburten bleibt also vorerst noch hoch, obwohl die Fruchtbarkeitsraten allmählich zurückgehen. ● Die Fruchtbarkeit lag im Weltmaßstab Anfang der 1960er Jahren mit durchschnittlich 5 Lebendgeburten je Frau am höchsten. Bis 2021 sank sie auf 2,3 Kinder je Frau. Die aktuelle Bevölkerungsprojektion der UN geht (in ihrer mittleren Variante) davon aus, dass sie sich bis 2055 auf 2,1 Kinder je Frau verringert. Das ist ein Wert, bei dem die Geburten nicht mehr zum Bevölkerungswachstum beitragen. Heute leben bereits zwei Drittel der Weltbevölkerung in Ländern, in denen die Fruchtbarkeitsrate diesen Wert unterschreitet, so dass dort auf längere Sicht mit einem Bevölkerungsrückgang zu rechnen ist. Afrika südlich der Sahara ist mit einer Fruchtbarkeitsrate von 4,6 (2021) aber weiterhin auf starkes Bevölkerungswachstum programmiert. ● Die Sterblichkeit nimmt weiter ab und die durchschnittliche Lebensdauer verlängert sich. Bis 2050, so die Annahme der UN-Bevölkerungsexperten, wird die mittlere Lebenserwartung der Neugeborenen weltweit von heute 73 auf 77 Jahre ansteigen.

Ausgabe: 09/2022
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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