Hartkohleförderung in der Welt

Hartkohleförderung in der Welt
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Infografik Nr. 636214

Die Steinkohle bildete eine der Grundlagen für die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts. Aber auch heute ist das technische und wirtschaftliche Potenzial des „schwarzen Goldes“ ...

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Die Steinkohle bildete eine der Grundlagen für die industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts. Aber auch heute ist das technische und wirtschaftliche Potenzial des „schwarzen Goldes“ noch nicht ausgeschöpft. Von allen nicht-erneuerbaren Energiereserven der Erde entfällt fast die Hälfte auf sogenannte Hartkohle (Steinkohle, Hartbraunkohle und Anthrazit) – beim gegenwärtigen Tempo des Abbaus genug für viele Jahrzehnte. Angesichts des rapide wachsenden Energiebedarfs nimmt die Hartkohle derzeit eine immer wichtigere Rolle in der globalen Energieversorgung ein, obwohl aus Gründen des Klimaschutzes eigentlich eine Einschränkung des Kohleverbrauchs mit seinen hohen CO2-Emissionen geboten wäre. Folgt man den Vorausberechnungen der International Energy Agency (IEA), steigt der weltweite Energieverbrauch von 2016 bis 2040 um etwa ein Drittel. Von diesem Mehrverbrauch wird ein erheblicher Teil durch Kohle sichergestellt werden müssen. Zum jetzigen Zeitpunkt deckt die Hartkohle etwa ein Viertel des globalen Energiebedarfs und ist damit nach Erdöl der zweitwichtigste Energieträger.

Die Förderung von Hartkohle schwankte in den 1990er Jahren um 3700 Mio Tonnen jährlich. Nach der Jahrtausendwende wuchs sie auf fast das Doppelte, ehe sie ab 2014 drei Jahre in Folge zurückging. 2016 lag sie nach Zahlen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aber noch immer bei 6291 Mio Tonnen. Mit Abstand größter Produzent war die Volksrepublik China, deren Förderung von 3103 Mio Tonnen fast die Hälfte (49 %) der Weltproduktion ausmachte. Weit dahinter folgten Indien mit 663 Mio t (11 %) und die USA mit 595 Mio t (9 %). Führende Produzenten waren außerdem Australien (444 Mio t), Indonesien (396 Mio t), Russland (312 Mio t) und Südafrika (254 Mio t). In West- und Mitteleuropa befand sich der Hartkohlenbergbau auf dem Rückzug, nur in Polen war er noch bedeutend. In Deutschland wird der subventionierte Steinkohlenbergbau zum Ende des Jahres 2018 beendet.

Insgesamt verschieben sich die Gewichte in der Produktion und beim Verbrauch von Hartkohle zu den Schwellenländern hin. Der Rückgang der Förderung in den Industrieländern ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Verzicht auf Kohle, da Schwerindustrie und Stromerzeugung auf sie angewiesen bleiben. Vielmehr decken die traditionellen Verbraucherländer wie auch die Schwellenländer ihren Bedarf zunehmend auf dem internationalen Markt. Nach Angaben des Vereins der Kohleimporteure ging im Jahr 2016 knapp ein Fünftel der geförderten Hartkohle in den Export. Die Hauptexporteure waren Australien, Indonesien, Russland, Kolumbien und Südafrika.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2018
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