Perspektiven des Energieverbrauchs

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Infografik Nr. 646020

Perspektiven des Energieverbrauchs

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Perspektiven des Energieverbrauchs

Der Energieverbrauch auf der Erde nimmt in den nächsten Jahrzehnten immer noch beträchtlich zu. Haupttriebkräfte dieser Entwicklung sind das Wachstum der Weltbevölkerung und der enorme Nachholbedarf der Schwellen- und Entwicklungsländer. Auf eine wachsende Energiezufuhr bleiben voraussichtlich aber auch die Industrieländer angewiesen, selbst wenn sie auf eine umweltverträglichere, weniger energieintensive Produktions- und Lebensweise umschalten. So ließe sich der künftige Pfad des Energieverbrauchs beschreiben, wie er sich aus dem mittleren Szenario der amerikanischen Energy Information Administration (EIA) in ihren Vorausberechnungen für den Zeitraum bis 2040 ergibt.

Die EIA legt ihrem Referenzszenario für die Jahre von 2012 bis 2040 ein jahresdurchschnittliches Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 % zugrunde. Während das Bruttoinlandsprodukt der Industriestaaten (OECD) in diesem Szenario um 2,0 % pro Jahr steigt, legen die Schwellenländer um 4,2 % pro Jahr zu. Der Weltenergieverbrauch wächst langsamer, nämlich um durchschnittlich 1,4 % pro Jahr. Dennoch hätte dies zur Folge, dass der Energieeinsatz im untersuchten Zeitraum von 13850 auf rund 20550 Mio Tonnen Öleinheiten, das heißt um fast die Hälfte, zunimmt. Da der Bedarf der Entwicklungs- und Schwellenländer rascher ansteigt, klettert ihr Anteil am Weltenergieverbrauch von 57 % (2012) auf 65 % (2040), während der Anteil der Industrieländer (OECD-Mitgliedstaaten) entsprechend zurückgeht.

Um den Energiebedarf von morgen zu decken, werden dem Referenzszenario zufolge weiterhin alle Energiequellen gebraucht. Mineralöl verliert zwar relativ an Bedeutung, bleibt (mit einem Anteil von 30 %) aber auch 2040 noch der wichtigste Energieträger. Den stärksten Zuwachs sieht die EIA indessen für das Erdgas voraus, dessen Beitrag zur Energieversorgung dadurch auf 26 % steigt. Für die Kohle, der vor wenigen Jahren noch eine tragende Rolle bei der Deckung des künftigen Energiebedarfs zugeschrieben wurde, ist hingegen kaum noch eine weitere Absatzsteigerung zu erwarten; ihr Anteil am globalen Energieverbrauch dürfte bis 2040 auf 22 % zurückgehen. Deutliche Wachstumsperspektiven sieht die EIA für die Kernenergie, vor allem aber für die erneuerbaren Energien, deren Anteil an der Welt-Energieversorgung 2040 mit 16 % veranschlagt wird.

Eine Entlastung für das globale Klima ist von der skizzierten Entwicklung allerdings nicht zu erwarten. Falls sich das mittlere Szenario der EIA bewahrheitet, steigt der energiebedingte CO2-Ausstoß bis 2040 noch um rund ein Drittel auf 43 Milliarden Tonnen pro Jahr.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2016
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