Bargeldumlauf im Eurosystem

Bargeldumlauf im Eurosystem
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Infografik Nr. 715584

Die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung erfolgte in zwei Etappen. Als Buchgeld hielt der Euro zum 1.1.1999 Einzug, als Bargeld war die neue Währung zum 1.1.2002 im Portmonnaie ...

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Die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung erfolgte in zwei Etappen. Als Buchgeld hielt der Euro zum 1.1.1999 Einzug, als Bargeld trat die neue Währung zum 1.1.2002 auf den Plan. Erst damit wurde der Euro in den damals zwölf Teilnehmerländern zum täglichen Begleiter und löste die nationalen Währungen auch in ihrer Funktion als gesetzliches Zahlungsmittel ab. Anfang 2002 standen rund 145 Mrd € in Banknoten und Münzen für den Start in die neue Ära bereit. Für eine kurze Übergangsfrist wurden Barzahlungen in alter Währung noch akzeptiert; danach hatte der Euro das Feld für sich. Ende 2002 war bereits neues Bargeld im Wert von 371 Mrd € im Umlauf. Seitdem nahm der Euro-Bargeldumlauf kräftig zu.

Die Verwendung des Euro konzentriert sich auf die Länder der Eurozone, in denen er als gesetzliches Zahlungsmittel dient. 2017 gehörten 19 EU-Mitgliedstaaten zum Euro-Währungsraum. Auf Grund förmlicher Vereinbarungen mit der EU wird der Euro auch in Andorra, Monaco, San Marino und im Vatikanstaat als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet; diese Staaten dürfen zudem eigene Euro-Münzen prägen. Ohne solche Regelungen ist der Euro darüber hinaus in Montenegro und Kosovo offiziell in Gebrauch. Als Wertaufbewahrungs- oder Zahlungsmittel wird er aber auch in vielen anderen Staaten hoch geschätzt.

Ende 2017 befanden sich 21,4 Milliarden Euro-Banknoten mit einem Gesamtwert von rund 1171 Mrd Euro in Umlauf. Der Stückzahl nach war die 50-Euro-Note (mit 9,8 Mrd Stück) am stärksten verbreitet; sie dominierte auch wertmäßig mit 491 Mrd € und einem Anteil von mehr als 40 % am gesamten Euro-Bargeldumlauf. Euro-Münzen kursierten Ende 2017 in einer Stückzahl von 126,0 Milliarden und einem Gesamtwert von 28,0 Mrd €. Die 1-Cent-Münze kam mit 34,2 Mrd Stück am häufigsten vor; auf die 2-Euro-Münze entfiel dagegen der höchste Wertbetrag (12,2 Mrd €); darin enthalten sind auch die 2-Euro-Gedenkmünzen wie die deutsche Länderserie. Von der 1-Euro-Münze waren 7,2 Mrd Stück im Verkehr. Neben dem Euro-Bargeld gibt es immer noch gültige Restbestände abgelöster Währungen. Die Deutsche Bundesbank beziffert den Wert des noch ausstehenden DM-Bargelds Ende 2017 auf umgerechnet 6,5 Mrd Euro. Es kann bei der Bundesbank zeitlich unbegrenzt in Euro umgetauscht werden.

Um die Fälschungssicherheit der Euro-Geldscheine zu erhöhen, führt die Europäische Zentralbank seit 2013 schrittweise die neue Europa-Serie ein (bisher für 5, 10, 20 und 50 Euro). Um der kriminellen Verwendung der 500-Euro-Scheine zu begegnen, wird die Ausgabe dieser Banknoten auf der anderen Seite eingestellt, sobald (gegen Ende 2018) die 100- und 200-Euro-Banknoten der Europa-Serie verfügbar sind.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2018
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