Unterschiede im Preisniveau - ein europäischer Vergleich

Unterschiede im Preisniveau - ein europäischer Vergleich
42 Credits

Für Sie als Mitglied entspricht dies 4,20 Euro.

Infografik Nr. 737986

Wer einen bestimmten Warenkorb mit Nahrungsmitteln kaufen will, muss in den europäischen Ländern unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Denn die Kaufkraft ist nicht überall gleich. Aus dem Schaubild lässt sich ablesen, wo das Preisniveau höher oder niedriger ist als in Deutschland. Geeignet als Einstieg in ein wichtiges Wirtschaftsthema!

Welchen Download brauchen Sie?

Klug wirtschaftende Verbraucher vergleichen die Preise, um das für sie günstigste... mehr
Mehr Details zu "Unterschiede im Preisniveau - ein europäischer Vergleich"

Klug wirtschaftende Verbraucher vergleichen die Preise, um das für sie günstigste Angebot zu entdecken. Machen sie Urlaub im Ausland, freuen sie sich, wenn sie für den gleichen Betrag mehr bekommen als zu Hause (oder ärgern sich über höhere Preise). Die europäischen Statistischen Ämter gehen beim Preisvergleich systematischer vor und haben anderes im Sinn: Sie wollen die zwischen den einzelnen Ländern bestehenden Unterschiede des Preisniveaus und der Kaufkraft herausfinden, um anschließend die in Euro oder Kronen oder Zloty bezifferten Wirtschaftsdaten dieser Länder auf einen gemeinsamen Nenner bringen zu können. Denn selbst der Euro ist nicht überall das Gleiche wert, so dass ein echter Vergleich für bestimmte wirtschaftliche Leistungsgrößen auch innerhalb der Eurozone nur möglich ist, wenn die Kaufkraftdifferenzen ausgeschaltet werden. An der Ermittlung der Preisniveau- und Kaufkraftunterschiede arbeiten 36 europäische Länder mit – neben den EU-Mitgliedstaaten und den EU-Beitrittskandidaten auch die EFTA-Länder Schweiz, Norwegen und Island.

Die bei den Preiserhebungen für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen ermittelten Unterschiede sind beträchtlich. Wie sich zeigt, weichen die Preise für Verbraucher-Dienstleistungen (darunter Transport-, Kommunikations- und Gesundheitsdienstleistungen) in Europa deutlich stärker voneinander ab als die Preise für industriell gefertigte Konsumgüter (wie Kleidung, Möbel, Hausgeräte, Heimelektronik). Denn in ihnen kommen die großen Lohnkostenunterschiede zwischen den beteiligten Staaten deutlicher zum Vorschein. Konsumgüter kosten in Dänemark als teuerstem Land in der EU etwa 1,5-mal so viel wie in Bulgarien, dem Land mit dem niedrigsten Preisniveau für diese Güter. Bei verbrauchernahen Dienstleistungen fallen in Irland und Luxemburg Kosten an, die 3,6-mal so hoch sind wie in Bulgarien. Deutschland liegt bei Konsumgütern um 5 %, bei Dienstleistungen um 12 % über dem durchschnittlichen Preisniveau der EU.

Auch die Preise für Nahrungsmittel (einschließlich nichtalkoholischer Getränke) sind breit gestreut. Allgemein gilt auch hier, dass die Schweiz und die nordeuropäischen Staaten ein überdurchschnittlich hohes Preisniveau aufweisen, während die südost- und osteuropäischen Staaten relativ preisgünstig sind. Für einen Nahrungsmittelkorb, der in Deutschland 100 Euro kostet, muss man in der Schweiz das 1,4-fache ausgeben. Wesentlich teurer lebt es sich auch in Norwegen, Luxemburg, Dänemark und Irland. Dagegen kaufen die Verbraucher in Rumänien ihre Nahrungsmittel um gut ein Fünftel billiger ein. 

Ausgabe: 07/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Zuletzt angesehen