Opfer des Straßenverkehrs in der EU

Opfer des Straßenverkehrs in der EU
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Infografik Nr. 755098

Die Verkehrssicherheit auf den Straßen der EU hat sich seit der Jahrtausendwende enorm verbessert, aber noch immer kommen zu viele Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Und es sind kaum noch Fortschritte festzustellen. In welchen EU-Ländern sind die Gefahren im Straßenverkehr besonders hoch? Und was müsste getan werden, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen?

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Durch Unfälle auf den Straßen der EU verloren 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 19 400 Menschen ihr Leben. Die Zahl der Unfallverletzten, die bleibende Schäden davontragen, wird etwa fünfmal so hoch angenommen. Für die Folgen der Straßenverkehrsunfälle (Krankenhausaufenthalte, Rehabilitationsmaßnahmen, Renten, Sachschäden usw.) müssen schätzungsweise 2 % des BIP aufgewandt werden; das wären mehr als 350 Mrd €.

So erschreckend diese Zahlen immer noch sind, so hat die Verkehrssicherheit in den letzten Jahrzehnten doch fast kontinuierlich zugenommen. 1991 ereigneten sich in den heutigen EU-Ländern im durchschnitt rund 170 tödliche Unfälle je 1 Mio Einwohner. In den baltischen Staaten und in Portugal kamen damals sogar mehr als 300 Menschen je 1 Mio Einwohner bei Verkehrsunfällen ums Leben. Bis zum Jahr 2000 sank diese Quote auf 125. Im folgenden Jahrzehnt, bis 2010, halbierte sie sich fast noch einmal auf 67 Unfalltote je 1 Mio Einwohner. Seit 2013 verlangsamte sich der Rückgang der Opferzahlen jedoch: 2025 starben in der EU immer noch rund 43 Menschen je 1 Mio Einwohner bei einem Verkehrsunfall.

Dass die Vergleichszahlen für andere Weltregionen weit höher liegen, kann über die stagnierende Entwicklung in der EU nicht hinwegtäuschen. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO für das Jahr 2021 kamen weltweit 150 Menschen je 1 Mio Einwohner im Straßenverkehr ums Leben. Einige Staaten – wie Guinea, Libyen oder Haiti – wiesen eine Todesrate von über 300 auf; in China lag sie bei 174, in Brasilien bei 157, in Indien bei 146 und in den USA bei 122 (2023).

Die EU setzte sich das Ziel, die Zahl der Toten und Schwerverletzten bei Straßenunfällen zwischen 2019 und 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Die Zahl der Verkehrstoten müsste demnach auf rund 11 400 sinken, die Todesrate auf 25 je 1 Mio Einwohner. Davon sind die meisten EU-Länder trotz der erreichten Fortschritte noch weit entfernt. Nach wie vor bestehen deutliche Unterschiede im Verkehrsunfallgeschehen der Mitgliedstaaten. Besonders im Osten und Südosten der EU liegt die Todesrate zum Teil noch weit über dem EU-Durchschnitt. So kamen 2025 in Bulgarien 71 Menschen je 1 Mio Einwohner bei Verkehrsunfällen ums Leben, in Schweden aber nur 20, in Deutschland 34. Das Fernziel der EU für 2050 heißt: null Verkehrstote – durch sicherere Fahrzeuge, sichere Infrastruktur, zuverlässige Nutzung der Sicherheitsausrüstungen (Helme, Gurte usw.), Einhaltung der Verkehrsregeln (angepasste Geschwindigkeit, kein Alkohol) und bessere Unfallversorgung). 

Ausgabe: 06/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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