Bargeldbestand im Portmonee

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Infografik Nr. 445212

Bargeldbestand im Portemonnaie

Womit bezahlen die Deutschen am liebsten, wenn sie einkaufen? Erhebungen der Deutschen Bundesbank kommen zu dem Ergebnis, dass im Moment der Kaufentschei ...

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Bargeldbestand im Portemonnaie

Womit bezahlen die Deutschen am liebsten, wenn sie einkaufen? Erhebungen der Deutschen Bundesbank kommen zu dem Ergebnis, dass im Moment der Kaufentscheidung die Summe des bar mitgeführten Geldes und die Höhe des zu bezahlenden Betrags den Ausschlag für das Zahlungsmittel geben. Vor allem kleine und mittlere Beträge werden gerne bar bezahlt. Im Rahmen der jüngsten Studie zum Zahlungsverhalten der Deutschen im Jahr 2014 gaben rund 2000 Bundesbürger Auskunft über ihren jeweiligen Bargeldbestand: Der Blick in die Portemonnaies offenbarte eine Barschaft von durchschnittlich 103 €, davon 5,73 € in Münzen. Gegenüber den früheren Erhebungen für die Jahre 2008 und 2011 zeigten sich dabei kaum Veränderungen – trotz einer steigenden Tendenz zur Kartenzahlung auch für kleinere Beträge und der Zunahme von Onlinekäufen, bei denen häufiger zu bargeldlosen Bezahlverfahren gegriffen wird. Diese Entwicklung geht aber offenbar nur langsam vonstatten.

Die Höhe der mitgeführten Geldsumme variiert nach soziodemografischen Merkmalen. Allgemein lässt sich sagen, dass mit zunehmendem Alter auch die Neigung zur Barzahlung steigt. In der Bundesbank-Studie gab fast die Hälfte der Befragten ab 65 Jahren an, ausschließlich mit Bargeld zu bezahlen; jüngere Menschen sind dagegen offener für Online-Banking und neuere Bezahlverfahren über das Smartphone. Dementsprechend steigt auch der Bargeldbestand in der Geldbörse mit zunehmendem Alter: Während die 18- bis 24-Jährigen im Schnitt 66 € mit sich führen, haben die Über-65-Jährigen durchschnittlich 125 € dabei. Junge Menschen heben am Geldautomaten auch häufiger und dann geringere Beträge ab, ältere Menschen dagegen seltener und höhere Summen. Auch das Einkommen hat naturgemäß einen Einfluss auf die mitgeführten Barbeträge. Bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 1500 € finden sich durchschnittlich 86 € im Portemonnaie, bei Einkommen von 3000 € und mehr sind es 113 €. Außerdem unterscheidet sich der Betrag im Portemonnaie auch im Vergleich der alten und neuen Bundesländer. In den alten Bundesländern (einschließlich West-Berlin) sind die durchschnittlichen Beträge mit 107 € höher als in den neuen Bundesländern (86 €).

Da höhere Beträge überwiegend bargeldlos bezahlt werden, spielen große Geldscheine im mitgeführten Bargeldbestand kaum eine Rolle. Sie stehen aber im Verdacht, illegale Aktivitäten (wie Geldwäsche, Terrorfinanzierung, Schwarzarbeit) zu begünstigen. Die Europäische Zentralbank hat daher beschlossen, die Ausgabe der 500-Euro-Banknote gegen Ende 2018 einzustellen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 07/2016
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