Atomzwischenlager in Deutschland

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Infografik Nr. 370456

Zwischenlager für atomare Abfälle

Radioaktive Abfälle entstehen beim Betrieb kerntechnischer Anlagen (Brennelementfabriken, Kernkraftwerke, Wiederaufarbeitungsanlagen) und bei der Anwe ...

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Zwischenlager für atomare Abfälle

Radioaktive Abfälle entstehen beim Betrieb kerntechnischer Anlagen (Brennelementfabriken, Kernkraftwerke, Wiederaufarbeitungsanlagen) und bei der Anwendung radioaktiver Stoffe in Industrie, Forschung und Medizin. Der so genannte Atommüll muss gesammelt und so gelagert werden, dass die von ihm ausgehende ionisierende Strahlung abklingen kann, ohne Menschen und Umwelt zu schädigen. Mit Blick auf die Anforderungen an eine sichere Lagerung wird das radioaktive Material unterschieden in wärmeentwickelnde Abfälle und Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung.

Fast 90 % des anfallenden Materials sind schwach- bis mittelradioaktiv. Nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz summierten sich diese Stoffe bis Ende 2009 auf etwa 125000 m³. Die für Abfall dieser Art vorübergehend als Endlager betriebenen ehemaligen Salzbergwerke Asse II und Morsleben erwiesen sich als geologisch instabil und werden nicht weiter befüllt. Bis zur Erschließung eines neuen Endlagers dienen 12 Landessammelstellen als Pufferlager.

Im Vergleich zu den schwach- bis mittelradioaktiven Stoffen, die ihre Umgebung um maximal 3°C erwärmen, stellen die hochradioaktiven Abfälle wesentlich höhere Anforderungen an die Entsorgung. Ihre Abschirmung und die (geologische) Umgebung müssen über lange Zeiträume hinweg der von ihnen ausgehenden Nachzerfallswärme (bis zu 200°C) widerstehen. Dieser wärmeentwickelnde Abfall setzt sich überwiegend aus abgebrannten Brennelementen der Kernreaktoren und (mit Glas verschmolzenen) Rückständen aus der bis 2005 zulässigen Wiederaufbereitung zusammen. Gemessen wird dieser Abfall in „Tonnen Schwermetall“ (t SM). Jährlich fallen in Deutschland gut 400 t SM an. In Ermangelung eines Endlagers für hochradioaktive Materialien verpflichtete das Atomgesetz die Betreiber der Kernkraftwerke 2002 zur Errichtung von Zwischenlagern an den Kraftwerksstandorten. Auf den Arealen der 17 im Betrieb befindlichen Kernkraftwerke sind solche Zwischenlager in unterschiedlicher Auslastung vorhanden. Ein weiteres für Obrigheim befindet sich in der Genehmigungsphase. Abgebrannte Brennelemente werden nach ihrer Entfernung aus dem Reaktorkern zunächst in Abklingbecken aufbewahrt, bis sie sich gefahrlos in Spezialbehälter verpacken lassen. Diese Behälter – vom Typ CASTOR (cask for storage and transport of radioactive material) – werden ebenerdig auf Stellplätzen in Hallen angeordnet. Zentrale Zwischenlager befinden sich an den Standorten Ahaus und Gorleben. Das Zwischenlager Nord am stillgelegten Reaktor Greifswald verwahrt Brennelemente aus den Kraftwerken Greifswald und Rheinsberg.

Reihe: 53
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Ausgabe: 09/2010
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