Deutschlands beste Kunden

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Infografik Nr. 389211

Von dem tiefen Einbruch des Krisenjahres 2009 konnte sich der deutsche Außenhandel rasch wieder erholen. Auf einen geringfügigen Rückgang der Exporte im Jahr 2013 folgte anschließend Rekord auf Rekord. Im Jahr 2018 verlangsamte sich allerdings ihr Aufschwung, wie auch der Welthandel insgesamt an Dynamik verlor.

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Von dem tiefen Einbruch des Krisenjahres 2009 konnte sich der deutsche Außenhandel rasch wieder erholen. Auch die Schuldenkrise im europäischen Raum, dem wichtigsten Absatzgebiet für deutsche Exporte, schwächte den außenwirtschaftlichen Erfolgskurs der Bundesrepublik nur zeitweilig ab. Auf einen geringfügigen Rückgang der Exporte im Jahr 2013 folgte anschließend Rekord auf Rekord. Im Jahr 2018 erreichten die Exporte nach vorläufigen Ergebnissen einen Gesamtwert von 1 318 Mrd €. Mit einem Zuwachs um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr verlangsamte sich allerdings ihr Aufschwung, wie auch der Welthandel insgesamt an Dynamik verlor.

Deutlich lebhafter entwickelten sich die Ausfuhren in die EU (+3,8 %). Die Exporte in die Eurozone kletterten 2018 sogar um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr. Mit einem Wert von 779 Mrd € hatten die EU-Länder einen Anteil von nahezu 60 % am gesamten deutschen Warenexport, was ihre herausragende Bedeutung unterstreicht. Besonders kräftig wuchsen die Ausfuhren nach Irland (+ 46,2 %), Portugal (+ 12,0 %), in die Niederlande (+7,6 %) und nach Polen (+7,3 %). Rückläufig war dagegen das Exportgeschäft mit Frankreich (- 0,4 %) und Großbritannien (- 4,0 %), zwei der wichtigsten Handelspartner der Bundesrepublik. Außerhalb Europas erwiesen sich unter anderem Indien (+ 17,0 %) und China (+ 8,0 %) als besonders aufnahmefähig für deutsche Exportgüter.

In der Rangliste der wichtigsten Exportkunden lagen die USA, wie schon in den Vorjahren, an erster Stelle: Dorthin wurden Güter im Wert von 113 Mrd € exportiert, das entsprach etwa 8 % der gesamten Exporte Deutschlands. An zweiter Stelle folgte Frankreich mit einem Exportwert von 105 Mrd €. Die Volksrepublik China ist mittlerweile auf den dritten Platz der bedeutendsten Abnehmerländer deutscher Ausfuhren gerückt (93 Mrd €). Auf der Einfuhrseite war China 2018 (mit 106 Mrd €) zum vierten Mal in Folge das wichtigste Lieferland. Rechnet man Exporte und Importe zusammen, war China auch zum wiederholten Mal der größte Handelspartner der Bundesrepublik. Weitere bedeutende Lieferanten waren die Niederlande (98 Mrd €), Frankreich (65 Mrd €), die USA (65 Mrd €) und Italien (60 Mrd €).

Die höchsten Außenhandelsüberschüsse (Ausfuhren ./. Einfuhren) verzeichnete Deutschland im Austausch mit den USA (knapp 49 Mrd €), Großbritannien (45 Mrd €) und Frankreich (40 Mrd €). Die Exportüberschüsse der Bundesrepublik (2018 per saldo: 228 Mrd €) stehen schon längere Zeit in der Kritik. Die aggressivste, mit handelspolitischen Drohungen aufgeladene Kritik kommt derzeit aus den USA.

Reihe: 53
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Ausgabe: 06/2019
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