Elitehochschulen

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Infografik Nr. 506030

2005 startete die gemeinsam von Bund und Ländern getragene Exzellenzinitiative, in deren Rahmen sich die forschungsstärksten Universitäten um zusätzliche Fördergelder in Milliardenhöhe bewerben konnten. Ziel der Initiative war es, die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland zu stärken und „Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen“.

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Im deutschen Hochschulsystem herrschte lange die Auffassung vor, alle Universitäten seien prinzipiell gleichwertig. Diesen Konsens durchbrach die damalige Bundeswissenschaftsministerin Bulmahn 2004 mit dem Vorschlag, in einem Wettbewerb die Universitäten mit den klügsten Köpfen und der größten internationalen Strahlkraft zu ermitteln. 2005 ging daraus die gemeinsam von Bund und Ländern getragene Exzellenzinitiative hervor, in deren Rahmen sich die forschungsstärksten Universitäten um zusätzliche Fördergelder in Milliardenhöhe bewerben konnten. Ziel der Initiative war es, die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Deutschland zu stärken und „Spitzen im Universitäts- und Wissenschaftsbereich sichtbarer zu machen“.

In der ersten Phase der Exzellenzinitiative (2006 -2011) stellten Bund und Länder 1,9 Mrd € für die Förderung der universitären Spitzenforschung bereit. In der anschließenden zweiten Phase (2012-2017) stieg das Fördervolumen auf 2,7 Mrd €. Davon profitierten elf Eliteuniversitäten, die herausragende Leistungen in mehreren Wissenschaftsbereichen und ein überzeugendes Zukunftskonzept zur Festigung ihres wissenschaftlichen Rangs vorlegen konnten. Darüber hinaus wurden 45 Graduiertenschulen und 43 international konkurrenzfähige Forschungsfelder („Exzellenzcluster“) von insgesamt 39 Hochschulen in die Spitzenförderung aufgenommen.   

In einer Verwaltungsvereinbarung vom Juni 2016 verständigten sich Bund und Länder über die Fortsetzung der Exzellenzstrategie, die nun mit jährlichen Mitteln von 533 Mio € ausgestattet ist. Im September 2018 wurden bereits 57 Exzellenzcluster an 34 Universitäten zur Förderung für die nächsten sieben Jahre (2019 bis Ende 2025) ausgewählt. Die Hochschulen, die dabei besonders erfolgreich abschnitten, konnten sich danach einzeln oder im Verbund mit anderen Hochschulen um die Förderung als Exzellenzuniversität bewerben. Dafür mussten sie sich als Gesamtinstitution mit hervorragenden Leistungen in allen Bereichen, einem klaren Profil und einer überzeugenden Zukunftsplanung präsentieren.   

Die Entscheidung fiel am 19. Juli 2019 zugunsten von zehn Universitäten und dem Universitätsverbund Berlin. Für die Förderung der Exzellenzuniversitäten stehen jährlich 148 Mio € zur Verfügung. Diese Förderung ist anders als in den ersten Exzellenzrunden grundsätzlich auf Dauer angelegt. Die geförderten Spitzenuniversitäten müssen sich nach sieben Jahren allerdings einer Evaluation stellen. Parallel dazu erhalten 2026 vier weitere Universitäten die Chance, in den Kreis der Elitehochschulen aufzusteigen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 09/2019
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