Die wirtschaftliche Lage der Studierenden

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Infografik Nr. 506160

Die wirtschaftliche Lage der Studierenden

In einem offenen Bildungssystem sollten Begabung und Leistung und nicht die finanziellen Möglichkeiten darüber entscheiden, wer ein Hochschuls ...

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Die wirtschaftliche Lage der Studierenden

In einem offenen Bildungssystem sollten Begabung und Leistung und nicht die finanziellen Möglichkeiten darüber entscheiden, wer ein Hochschulstudium absolvieren kann. Dem Anspruch nach ist dies in Deutschland der Fall. Wer aus sozial schwächeren Verhältnissen stammt, soll mit staatlicher Förderung (BAföG) die Kosten seines Studiums bestreiten können. In der Praxis sind vor dem Zugang zu den Hochschulen aber hohe soziale Hürden aufgerichtet. Werden sie überwunden, stellen die Kosten des Studiums oft eine enorme Belastung für die Studierenden und ihre Familien dar.

Einblicke in die wirtschaftliche Lage der Studierenden gewährt die in dreijährigem Turnus wiederkehrende Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Sie konzentriert sich auf die Frage, wie die große Masse der so genannten „Normalstudenten“ über die Runden kommt: Das sind die Vollzeit-Studierenden im Erststudium, die ledig sind und nicht mehr bei ihren Eltern wohnen (2012 rund drei Fünftel aller Studierenden). Um ihren Lebensunterhalt und die Kosten des Studiums bestreiten zu können, sind die meisten dieser Studierenden auf mehrere Finanzierungsquellen angewiesen: 87% erhalten Zuwendungen von ihren Eltern, teils bar, teils durch Übernahme der Miete oder anderer Ausgaben; 65% verdienen neben dem Studium selbst etwas hinzu; 29% erhalten BAföG; 23% werden durch Verwandte, Bekannte oder Partner unterstützt; 20% greifen auf Ersparnisse zurück; 5% nehmen Kredite in Anspruch und 3% erhalten ein Stipendium.

Die durchschnittlichen Einnahmen der Normalstudenten beliefen sich 2012 auf 864 € im Monat. Fast die Hälfte davon (48%) steuerten die Eltern bei; weitere 24% stammten aus eigenem Verdienst. 16% kamen aus BAföG-Mitteln hinzu, 12% aus allen übrigen Quellen. In Westdeutschland verfügten die Studierenden im Durchschnitt über 881 €, in Ostdeutschland über 778 €. Während die Studierenden im Osten stärker auf BAföG angewiesen waren als ihre West-Kommilitonen (24% gegenüber 15% der Einnahmen), bestritten diese einen größeren Teil ihres Budgets aus selbstverdientem Geld (25% gegenüber 17%). Bei den Ausgaben beschränkte sich die Befragung auf die bei den meisten Studierenden anfallenden Posten wie Miete, Ernährung, Kleidung, Fahrtkosten, Telefon/Internet/Fernsehen, Gesundheit und Freizeit. Für diese ausgewählten Positionen wurden 2012 im Durchschnitt 794 € monatlich aufgewandt. Mit 307 € (West) bzw. 253 € (Ost) verschlangen die Mieten samt Nebenkosen allein mehr als ein Drittel der monatlichen Einnahmen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 07/2013
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