Volkshochschulen

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Die Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich in letzten sechs Jahrzehnten stark verändert. In der ersten Nachkriegszeit war ihr Selbstvers ...

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Volkshochschulen

Die Erwachsenenbildung in der Bundesrepublik Deutschland hat sich in letzten sechs Jahrzehnten stark verändert. In der ersten Nachkriegszeit war ihr Selbstverständnis noch stark durch Traditionen aus der Weimarer Republik geprägt. Damals sah sie ihre Hauptaufgabe darin, den „gebildeten Bürger“ hervorzubringen, so dass ihr Programm weitgehend auf individuelle Bildungsbedürfnisse zugeschnitten war. Gegenüber den anderen Bereichen der öffentlichen Bildung und Erziehung nahm sie eine betont autonome Stellung ein. Erst mit der „realistischen Wende“ ab den 1960er Jahren wurden die traditionellen Leitvorstellungen einer zweckfreien Bildung mehr und mehr durch neue, gesellschafts- und gegenwartsbezogene Orientierungen abgelöst. Merkmale dieser Entwicklung waren unter anderem die zunehmende Systematisierung und Professionalisierung der Erwachsenenbildung, die stärkere Berücksichtigung der Berufs- und Arbeitswelt, die Verschiebung von der Erwachsenenbildung zur Erwachsenenausbildung und das Verständnis der politischen Bildung als Anleitung zu aktivem staatsbürgerlichem Handeln. Heute wird der Weiterbildung eine zentrale Rolle in der entstehenden Wissens- und Informationsgesellschaft zugeschrieben. Mit ihren Angeboten soll sie eine Grundlage für das lebenslange Lernen schaffen, das es jedem ermöglicht, bis ins hohe Alter die Wissensinhalte und Fähigkeiten zu erwerben, die ihn beruflich oder privat weiterbringen. Eine wichtige Funktion hat sie nicht zuletzt für die Integration bestimmter Gruppen der Gesellschaft (Ausländer, Arbeitslose, Bildungsnachzügler).

Die flächendeckende Grundversorgung mit Weiterbildungsangeboten ist Aufgabe der 924 Volkshochschulen, die von den Kommunen, aber auch von Vereinen oder anderen Trägern unterhalten werden. Nach Zahlen des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung fanden an den Volkshochschulen 2012 rund 675350 Veranstaltungen statt, die sich über 15,0 Mio Unterrichtsstunden erstreckten und 8,8 Mio Teilnehmer anzogen. Den Schwerpunkt dieses Angebots bildeten die 572600 Kursveranstaltungen mit ihren 6,3 Mio Teilnehmern und einem Unterrichtsvolumen von 14,7 Mio Stunden.

Davon entfielen allein 6,3 Mio Stunden auf den Programmbereich Sprachen und von diesen wiederum 2,6 Mio auf Deutschkurse für Ausländer. In der Sparte Gesundheit waren vor allem Gymnastik, Yoga und Autogenes Training gefragt; Erziehungsfragen standen im Bereich Politik – Gesellschaft – Umwelt im Vordergrund. Beruflich verwertbares Wissen vermittelte der Bereich Arbeit – Beruf. Der Programmbereich Grundbildung – Schulabschlüsse bereitete auf den Hauptschul- bzw. Realschulabschluss oder das Abitur vor und brachte Erwachsenen das Lesen bei.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 12/2013
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