Fisch immer wichtiger für die Welternährung

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Infografik Nr. 676901

Nach Zahlen der Welternährungsorganisation FAO erreichte die Produktion von Fisch 2016 weltweit ein Rekordhoch von 171,0 Mio Tonnen.Betrachtet man die Entwicklung genauer, so zeigt sich, dass der Fischfang auf dem Meer seit Ende der 1980er Jahre keine wesentliche Steigerung mehr zu verzeichnen hatte.

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In ihrer Agenda für nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) setzt sich die Weltgemeinschaft Ziele, die über die Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungleichheit hinaus den Schutz der Umwelt und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Lebensgrundlagen in den Blick nehmen. Dies gilt beispielhaft auch für den Beitrag der Fischerei zur Sicherung der Welternährung. Heute ist absehbar, dass die Versorgung mit Fisch auf Dauer nur aufrechterhalten werden kann, wenn die Überfischung der Bestände in Meeren und Binnengewässern gestoppt und eine faire Ressourcenteilung erreicht wird.

Nach Zahlen der Welternährungsorganisation FAO erreichte die Produktion von Fisch (einschließlich Krustentieren und Weichtieren wie Muscheln oder Tintenfischen) 2016 weltweit ein Rekordhoch von 171,0 Mio Tonnen. Damit setzte sich das seit Jahrzehnten anhaltende Wachstum der Fischproduktion fort. 1950 wurden erst 20 Mio t Fisch eingebracht; 1980 waren es rund 62 Mio t. Zuletzt – in den Jahren 2000 bis 2016 – nahmen die Fischerträge mit durchschnittlich 1,9 % pro Jahr deutlich schneller zu als die Weltbevölkerung (1,2 %). Der Fischverzehr pro Kopf der Weltbevölkerung kletterte 2016 auf 20,3 kg. Damit stammte im Durchschnitt fast ein Fünftel der Versorgung mit tierischem Protein aus dieser Quelle. 

Betrachtet man die Entwicklung genauer, so zeigt sich, dass der Fischfang auf dem Meer seit Ende der 1980er Jahre keine wesentliche Steigerung mehr zu verzeichnen hatte – eine Folge des Raubbaus an den Fischbeständen mit Hilfe industrieller Fangflotten. Weltweit sind gegenwärtig etwa 33 % der Bestände überfischt, 60 % werden bis zur Nachhaltigkeitsgrenze ausgeschöpft und nur 7 % sind „unterfischt“. Zu den am stärksten ausgebeuteten Meeresregionen gehören das Mittelmeer und das Schwarze Meer. Der Fischfang in Binnengewässern (Flüssen, Seen) stieg über Jahrzehnte kontinuierlich an: 2016 erbrachte er knapp 12 Mio t, die Meeresfischerei dagegen 79 Mio t. Letztlich geht die Zunahme der Fischproduktion in den letzten dreißig Jahren jedoch auf den Ausbau der Aquakultur zurück. Darunter versteht man die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Muscheln, Garnelen usw. in Teichen, fließenden Gewässern oder im Meer. Der Mengenertrag aus Aquakulturen stieg von weniger als 5 Mio t (1980) auf über 80 Mio t (2016).

Von der gesamten Fischproduktion waren 2016 rund 151 Mio t (88 %) für den menschlichen Verzehr bestimmt; knapp 20 Mio t dienten zu anderen Zwecken, vor allem zur Herstellung von Fischmehl und Fischöl. Neben Fischfang und Aquakultur hat die Gewinnung von essbaren Wasserpflanzen (Seetang) stark an Bedeutung gewonnen. 2016 wurden davon 31 Mio Tonnen geerntet.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 01/2019
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