Arbeitsplätze im Umweltschutz

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Infografik Nr. 126157

Arbeitsplätze im Umweltschutz

Die Beschäftigungswirkungen des Umweltschutzes wurden in Deutschland schon Ende der 1970er Jahre untersucht. Damals ging es nicht zuletzt darum, den als K ...

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Arbeitsplätze im Umweltschutz

Die Beschäftigungswirkungen des Umweltschutzes wurden in Deutschland schon Ende der 1970er Jahre untersucht. Damals ging es nicht zuletzt darum, den als Kostentreiber und Jobkiller angeprangerten Umweltschutz zu entlasten. Auch heute besteht die zentrale Botschaft solcher Untersuchungen darin, seine gesamtwirtschaftliche Bedeutung unter dem Aspekt der Beschäftigung zu unterstreichen. Die positiven Folgen des Umweltschutzes für den Arbeitsmarkt sind allerdings nicht leicht zu erfassen. Zum einen greift er als Querschnittssektor über die gängige Brancheneinteilung hinweg. Zum anderen lassen sich die durch ihn angestoßenen indirekten Beschäftigungseffekte oft nicht eindeutig zuordnen. Im Lauf der Jahre haben sich die Berechnungsmethoden aber immer weiter verfeinert.

Nach Neuberechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für das Jahr 2006 sind in Deutschland etwa 1,8 Millionen Arbeitsplätze direkt oder indirekt mit dem Umweltschutz verbunden. Der Anteil des Umweltsektors an der Gesamtbeschäftigung beläuft sich damit auf rund 4,5 %. Das DIW stützt sich bei seinen Berechnungen auf eine weit gefasste Abgrenzung des Umweltschutzes. Neben den klassischen Umweltschutzbereichen wie Abfallwirtschaft, Abwasserreinigung oder Lärmbekämpfung und der Produktion von Umweltgütern wird auch der große Bereich noch relativ junger umweltbezogener Dienstleistungen berücksichtigt – Energie- und Gebäudemanagement zum Beispiel oder umweltorientierte Finanzdienstleistungen, der Handel mit Bio-Produkten und der Öko-Tourismus.

Fast ein Viertel der umweltschutzbezogenen Arbeitsplätze dient dazu, die Nachfrage nach Umweltschutzgütern zu decken. In der Produktion von Investitionsgütern wie Müllfahrzeugen oder Entsorgungsanlagen arbeiten 175.000 Beschäftigte; ebenfalls 175.000 erstellen Materialien für den laufenden Betrieb von Umweltanlagen wie Filter oder Chemikalien; weitere 49.000 produzieren für den Export. Der Schwerpunkt der Beschäftigung liegt jedoch auf den umweltorientierten Dienstleistungen, die in praktisch allen Wirtschaftszweigen erbracht werden – von der Abgasmessung über die Straßenreinigung, den Öko-Handel und die Recyclingwirtschaft bis zur Planung von Umweltprojekten. Den stärksten Beschäftigungszuwachs löste die Nutzung der erneuerbaren Energien aus: In diesem Bereich stieg die Zahl der Beschäftigten allein zwischen 1998 und 2006 von 57.000 auf 236.000 (und bis 2008 weiter auf 278.000). Nach Auffassung des DIW weist der Umweltschutz als krisenfester und wachstumsträchtiger Wirtschaftssektor ein auch weiterhin zunehmendes Beschäftigungspotenzial auf.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 03/2010
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