Die größten Containerhäfen der Welt

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Infografik Nr. 682145

Die größten Containerhäfen

Der Containerverkehr per Schiff wächst fast ununterbrochen. Allein seit Anfang der 1990er Jahre hat sich die auf Containerschiffen transportierte Tonnage et ...

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Die größten Containerhäfen

Der Containerverkehr per Schiff wächst fast ununterbrochen. Allein seit Anfang der 1990er Jahre hat sich die auf Containerschiffen transportierte Tonnage etwa versechsfacht. Ab 2002 beschleunigte sich die Entwicklung, da die Industriegüterproduktion großer Schwellenländer – vor allem Chinas – und ihr Anteil am Welthandel seitdem stark zunahm. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte dabei auch die Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation WTO (2001). Nach einem tiefen Einbruch in der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 war die Containerschifffahrt rasch wieder auf Rekordkurs. Nach Angaben des Bremer Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) wurden in den Containerhäfen der Welt 2011 rund 564 Mio TEU umgeschlagen. (Die Umschlagszahlen erfassen die Be- und Entladevorgänge, auch das Umladen von Containern auf kleinere Feederschiffe. Sie sind etwa dreimal so hoch wie die Zahl der vom Ausgangs- zum Zielort transportierten Container. Gemessen wird in TEU = Twenty-foot Equivalent Unit, einer Einheit, die einem 20-Fuß-Standardcontainer entspricht.)

Die wachsende Bedeutung Ostasiens als Ursprung und Ziel gewaltiger Warenströme ist am Umschlag der Containerhäfen abzulesen. Acht der zehn größten Containerhäfen lagen 2011 in dieser Weltregion. Auf sie entfiel 2011 allein ein Drittel des gesamten seegängigen Containerverkehrs. 2010 wurde Singapur als bis dahin umschlagsstärkstes Containerterminal durch Shanghai abgelöst, das 2011 mit einem Umschlag von 31,7 Mio TEU erneut den ersten Rang einnahm – vor Singapur, Hongkong und Shenzhen. Während Singapur in erster Linie als Transshipment Hub bedeutend ist, d.h. als Knotenpunkt, der den regionalen Zubringer- und Verteilerverkehr mit den weltumspannenden Routen der großen Containerreedereien verbindet, sind die Häfen an der chinesischen Küste zumeist eng mit dem eigenen Hinterland verbunden und verschiffen deren Produkte direkt.

Von den europäischen Häfen rangierte 2011 nur Rotterdam (mit 11,9 Mio TEU) unter den ersten Zehn. Der Hamburger Hafen folgte (mit 9,0 Mio TEU) auf Rang 14, die Häfen Bremen/Bremerhaven (mit 5,9 Mio TEU) auf Rang 21. Die weitere Entwicklung der einzelnen Containerhäfen hängt entscheidend von der Weltkonjunktur ab, vom Wettbewerb zwischen den Häfen (gerade in Ost- und Südostasien investieren auch kleinere Entwicklungs- und Schwellenländer fortlaufend in ihre Hafeninfrastruktur) und von ihrer Einbindung in die Liniendienste der großen Reedereien.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
eps: eps-Version
Ausgabe: 10/2012
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