Weltreligionen

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Weltreligionen

Der Versuch, die Weltbevölkerung nach ihrer Religionszugehörigkeit zu kategorisieren, ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Schätzungen wie die des Pew Forum on Religion and Public Life bieten Näherungswerte. An ihnen lässt sich unter anderem die geografische Verbreitung der großen Religionen ablesen.

Die älteste der drei großen monotheistischen Religionen ist das Judentum. Als eigenständige Religion bildete es sich vor mehr als 3 000 Jahren heraus. Es führt sich – ebenso wie das Christentum und der Islam – auf den gemeinsamen Stammvater Abraham zurück. Ursprünglich im Nahen Osten beheimatet und von der Erfahrung der kontinuierlichen Vertreibung (Exodus) geprägt, wurde das jüdische Volk im ersten Jahrhundert aus Palästina vertrieben. Dorthin kehrten viele Juden vom 19. Jahrhundert an zurück, wo sie 1948 den Staat Israel gründeten. Dennoch beherbergen die USA – als historisch gewachsene Zuflucht vor antisemitischen Repressionen – noch immer die meisten Menschen jüdischen Glaubens (41 %). Das aus dem Judentum entstandene Christentum blieb zunächst auf den Mittelmeerraum und Europa beschränkt. Ab dem 15. Jahrhundert fand es im Zuge der europäischen Expansion globale Verbreitung, sodass heute ganz Amerika und das südliche Afrika – als ehemalige europäische Kolonien – weitgehend christlich geprägt sind. Der Islam breitete sich dagegen bereits kurz nach seiner Entstehung im 7. Jahrhundert ausgehend von der arabischen Halbinsel rasch bis nach Nordafrika und Zentralasien aus. Später gelangte er über Seehändler bis in den asiatisch-pazifischen Raum, wo heute die Mehrheit der Muslime lebt (62 %).

Die großen Religionen Asiens erwuchsen einem anderen Kulturkreis. Der Hinduismus geht auf das im 2. Jahrtausend v. Chr. nach Nordindien eingewanderte Volk der Arier und ihre religiösen Schriften (Veden) zurück. Auch heute leben die allermeisten Hindus (94 %) in Indien. Aus dem Hinduismus entwickelte sich um das 5. Jahrhundert v. Chr. der Buddhismus. Über die Seidenstraße gelangte er nach China und von dort nach Japan und Südostasien. Die Hälfte aller Buddhisten (50 %) lebt heute in China.

In Asien leben die meisten Anhänger traditioneller Volksreligionen, die sich in der Regel jeweils einer bestimmten Volksgruppe zuordnen lassen. Der Großteil der sogenannten Konfessionslosen findet sich in China. Diese Gruppe versammelt neben ausdrücklichen Atheisten auch Menschen, die ihrerseits einen individuell geprägten Glauben hegen, allerdings ohne sich dabei einer bestimmten Religion zugehörig zu fühlen oder notwendig einer überlieferten Gottesvorstellung zu folgen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
color: Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
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Ausgabe: 04/2013
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