Industriebeschäftigung zwischen High- und Low-Tech

Industriebeschäftigung zwischen High- und Low-Tech
35 Credits

Für Sie als Mitglied entspricht dies 3,50 Euro.

Infografik Nr. 730048

Beschäftigung zwischen High- und Low-Tech

Deutschland ist als eines der führenden Exportländer stark in die Weltwirtschaft integriert und dem Wettbewerbsdruck auf den Weltmärkten ausg ...

Welchen Download brauchen Sie?

Beschäftigung zwischen High- und Low-Tech Deutschland ist als eines der führenden... mehr
Mehr Details zu "Industriebeschäftigung zwischen High- und Low-Tech"

Beschäftigung zwischen High- und Low-Tech

Deutschland ist als eines der führenden Exportländer stark in die Weltwirtschaft integriert und dem Wettbewerbsdruck auf den Weltmärkten ausgesetzt. Da das Lohnniveau in der deutschen Industrie höher ist als in den meisten anderen Ländern, sind deshalb besondere Anstrengungen erforderlich, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Dies führte in den letzten Jahrzehnten zum Aufbau einer kapitalintensiven Industrieproduktion mit hoher Arbeitsproduktivität, aber tendenziell rückläufiger Beschäftigung.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal der deutschen Industrie liegt in der Ausrichtung der Produktion auf technisch hochwertige, forschungsintensive Güter. Dabei stehen nicht die eigentlichen High-Tech-Branchen im Vordergrund, sondern die Branchen der höheren und mittleren Technologieebene. Das europäische Statistikamt Eurostat liefert dazu aufschlussreiche Vergleichszahlen. So erzielte die deutsche Industrie 2011 knapp 10% ihrer Wertschöpfung in Sektoren, die der Spitzentechnologie zugerechnet werden (Pharma, EDV, Nachrichtentechnik, Medizin- und Messtechnik, Luft- und Raumfahrt). EU-weit war dieser Anteil mit 12% (2010) noch etwas höher. Dafür erbrachte Deutschland rund 51% der industriellen Wertschöpfung in Sektoren mit hochwertiger Technologie (u.a. Chemie, Maschinenbau, Fahrzeugbau, Elektrotechnik) – ein Anteil, der weit über dem EU-Durchschnitt von 35% lag. Entsprechend gering (14%) war andererseits der Beitrag der Niedrigtechnologie-Sektoren, zu denen unter anderem die Ernährungsindustrie, die Textil- und die Bekleidungsindustrie zählen.

Auch die Industriebeschäftigung konzentriert sich auf die Sektoren mit hochwertiger Technologie und setzt ein entsprechend hohes Qualifikationsniveau der Arbeitnehmer voraus. 2012 gingen allein 42% der Industriebeschäftigten in diesen Sektoren ihrer Arbeit nach – wiederum mehr als in allen anderen EU-Ländern. Der Beschäftigungsanteil im High-Tech-Bereich (8%) entsprach dagegen nur etwa dem EU-Durchschnitt. Demgegenüber hatten nur 25% der Industriebeschäftigten ihren Arbeitsplatz in Sektoren mit niedrigem Technologieniveau. Die Kehrseite der Medaille: Für Arbeitskräfte mit geringerer Qualifikation und Produktivität fehlt es in der deutschen Industrie an Beschäftigungsmöglichkeiten.

Die Einordnung der Branchen zwischen High- und Low-Tech richtet sich nach ihrem internen Aufwand für Forschung und Entwicklung, gemessen am Umsatz. Zur Spitzentechnologie zählen Sektoren mit einem F&E-Anteil von über 7%; Sektoren mit hochwertiger Technologie wenden im Durchschnitt 2,5-7% des Umsatzes für Forschung und Entwicklung auf.

Ausgabe: 02/2014
Produktformat: CO, color, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei., pdf
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Indiens Wachstum Indiens Wachstum
35 Credits (~ 3,50 €)
Geldpolitik Geldpolitik
35 Credits (~ 3,50 €)
Ausgaben der EU Ausgaben der EU
35 Credits (~ 3,50 €)
EFTA EFTA
35 Credits (~ 3,50 €)
Innovative Unternehmen Innovative Unternehmen
35 Credits (~ 3,50 €)
Frauenerwerbstätigkeit in der EU Frauenerwerbstätigkeit in der EU
35 Credits (~ 3,50 €)
Freihandelsabkommen der EU Freihandelsabkommen der EU
35 Credits (~ 3,50 €)
Die Kohäsionspolitik der EU Die Kohäsionspolitik der EU
35 Credits (~ 3,50 €)
Europäische Bankenaufsicht Europäische Bankenaufsicht
35 Credits (~ 3,50 €)
Europäische Finanzaufsicht Europäische Finanzaufsicht
35 Credits (~ 3,50 €)
Geldmengen Geldmengen
35 Credits (~ 3,50 €)
Die Europäische Zentralbank Die Europäische Zentralbank
35 Credits (~ 3,50 €)
Regionale Unterschiede in der EU Regionale Unterschiede in der EU
35 Credits (~ 3,50 €)
Entwicklung des DAX 1987-2021 Entwicklung des DAX 1987-2021
35 Credits (~ 3,50 €)
Die Arbeitslosen 1991-2021 Die Arbeitslosen 1991-2021
35 Credits (~ 3,50 €)
Zuletzt angesehen