Parteien in den USA - Demokraten und Republikaner

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Die US-amerikanische Politik wird seit über 150 Jahren von zwei großen Parteien dominiert: der Demokratischen Partei und der Republikanischen Partei. Anders als in Europa, wo sich die Parteienlandschaft in den letzten Jahrzehnten immer weiter zersplittert hat, scheint das Zwei-Parteien-System in den USA bislang stabil zu sein.

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Die US-amerikanische Politik wird seit über 150 Jahren von zwei großen Parteien dominiert: der Demokratischen Partei und der Republikanischen Partei. Anders als in Europa, wo sich die Parteienlandschaft in den letzten Jahrzehnten immer weiter zersplittert hat, scheint das Zwei-Parteien-System in den USA bislang stabil zu sein. Eine wesentliche Ursache dafür ist das Mehrheitswahlsystem, bei dem die stärkste Partei das Gesamtergebnis für sich entscheidet, während Stimmen für kleinere Parteien verfallen. Allerdings ist seit den 1990er Jahren eine wachsende Polarisierung der beiden politischen Lager erkennbar.

Die um das Jahr 1828 gegründete Demokratische Partei vertrat ursprünglich konservative Positionen. Vor dem Bürgerkrieg (1861-63) war sie die Partei der Sklaverei-Befürworter, und noch lange danach blieb die Partei rassistisch, unterhielt gar Verbindungen zum Ku-Klux-Klan. Wirtschaftspolitisch änderte sie ihren Kurs grundlegend unter Präsident Franklin D. Roosevelt, der mit dem „New Deal“ in den 1930er Jahren umfassende soziale und ökonomische Reformen umsetzte, um der Weltwirtschaftskrise von 1929 zu begegnen: Sozialprogramme, gesteigerte öffentliche Ausgaben und eine Stärkung der Gewerkschaften machten die Demokraten zu einer Art „Arbeiterpartei“. Heute vertritt der linke Flügel der Partei Positionen, die in Europa als sozialdemokratisch durchgehen würden. Gesellschaftspolitisch vollzogen die Demokraten ebenfalls eine Kehrtwende: 1948 hob ihr Präsident Harry S. Truman die Rassentrennung in den Streitkräften auf, und in den 1960er Jahren unterstützten die Demokraten unter John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson die schwarze Bürgerrechtsbewegung; damit war der Bruch mit dem früheren Rassismus besiegelt. Bis heute gehören Minderheiten wie Schwarze und Latinos zur Kernwählerschaft der Demokraten.

Die Republikanische Partei, im Jahr 1854 von Sklaverei-Gegnern gegründet, war lange die progressivere Partei, bis sie in den 1920er Jahren nach rechts rückte und sich konservativen Werten verschrieb. Wirtschaftspolitisch setzen die Republikaner seit Ronald Reagans Reformen in den 1980er Jahren auf den Neoliberalismus, der staatliche Eingriffe in die Wirtschaft minimieren will. Gesellschaftspolitisch wurden sie immer konservativer. Seit 2008 gewann die „Tea-Party-Bewegung“, eine rechtspopulistische Strömung innerhalb der Partei, an Einfluss. Mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten haben sich die Positionen der Republikaner in vielerlei Hinsicht noch einmal verschärft. Allerdings brachte Trump auch Standpunkte ein, die der Partei zuvor fremd waren, darunter sein Protektionismus in der Handelspolitik und eine Außenpolitik, die langjährige Partnerschaften vernachlässigt oder gar in Frage stellt.

Reihe: 53
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Ausgabe: 12/2019
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