Adam Smith und der Wirtschaftsliberalismus

Adam Smith und der Wirtschaftsliberalismus
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Infografik Nr. 200240

Kaum ein anderes wissenschaftliches Werk war so einflussreich wie Adam Smiths "Wohlstand der Nationen" von 1776. Bis heute beeinflussen seine Gedanken die Diskussion über das beste Wirtschaftssystem und die Rolle des Staates. Das ZAHLENBILD fasst die wichtigsten Punkte des Smith'schen Werks in Text und Schaubild zusammen. Laden Sie es gleich herunter!

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Der schottische Moralphilosoph Adam Smith (1723 -1790) gilt mit seinem Werk „Der... mehr
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Der schottische Moralphilosoph Adam Smith (1723 -1790) gilt mit seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ (1776) als Begründer der klassischen Nationalökonomie und Vordenker des Wirtschaftsliberalismus. Das umfangreiche Werk – im Originaltitel „Eine Untersuchung über Natur und Wesen des Volkswohlstandes“ – entwirft keine systematische Wirtschaftstheorie, sondern breitet in lesbarer, oft durch Beispiele angereicherter Sprache Ideen und Grundsätze aus, die zur damals europaweit vorherrschenden Wirtschaftspolitik des Merkantilismus im Gegensatz stehen.

Den Ausgangspunkt seines Werks bildet die Auffassung, dass Arbeit die Quelle des Volkswohlstands ist. Er beobachtet, dass die Produktivität der Arbeit durch Arbeitsteilung, bei der jeder das tut, was er am besten kann, bedeutend gesteigert wird. Aus der beruflichen Arbeitsteilung entwickelt sich ganz natürlich das Bedürfnis, die eigenen Produkte mit anderen zu tauschen. Es entsteht ein Markt, auf dem die Tauschvorgänge durch die Verwendung von Geld als Zahlungsmittel erleichtert werden. Darauf baut nun das grundlegende Konzept auf, das man aus seinem Werk herauslesen kann: Wenn in einer solchen Markt-Wirtschaft jeder selbstsüchtig seinen eigenen Interessen folgt, trägt er damit – wie von unsichtbarer Hand geleitet – dazu bei, dass die Gesamtwohlfahrt steigt. Im freien Wettbewerb regulieren sich Angebot und Nachfrage über den Preismechanismus. Anbieter und Nachfrager profitieren gegenseitig. Der am Markt erzielbare Preis signalisiert, wo eine ungedeckte Nachfrage oder ein Angebotsüberhang bestehen und hilft so, den Mitteleinsatz zu optimieren.

Solange sich die Marktteilnehmer an die allgemeinen Regeln halten, sollen sie dem Wettbewerb unterworfen sein – frei von lenkenden Eingriffen des Staates (Wirtschaftsliberalismus). Anders als im Merkantilismus soll sich der Staat aus dem Wirtschaftsgeschehen heraushalten und auf seine grundlegenden Aufgaben beschränken: Er hat für die Verteidigung nach außen, für Rechtssicherheit im Inneren und für die Bereitstellung öffentlicher Güter wie Bildung und Infrastruktur zu sorgen.

Im 19. Jahrhundert wurde für den liberalen Staat, der an der aufkommenden sozialen Frage vorbeisah, der Begriff „Nachtwächterstaat“ geprägt. Und es gibt weitere Kritikpunkte zu Smiths Theorie: Weder handeln Menschen stets rational, noch herrscht in realen Märkten vollständige Konkurrenz. Monopole verhindern Wettbewerb. Externe Effekte, wie z.B. Umweltkosten, werden ausgeblendet. Eine allgemeine Steigerung des Wohlstands führt nicht zwangsläufig dazu, dass alle davon profitieren. 

Ausgabe: 07/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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