Haushalte mit Kindern - ein EU-Vergleich

Haushalte mit Kindern - ein EU-Vergleich
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Infografik Nr. 707128

EU-weit gibt es immer mehr Kleinhaushalte - sei es von Alleinlebenden oder von Paaren ohne Kinder. Haushalte mit Kindern haben manchmal schon Seltenheitswert. Ein Vergleich zwischen ausgewählten EU-Ländern zeigt, wie hoch der Anteil der Kinder-Haushalte an der Gesamtzahl der Haushalte ist und wo Deutschland sich dabei einreiht. Ein Baustein zum Thema "demographischer Wandel"!

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Die demographischen Veränderungen in der EU schreiten offenbar unaufhaltsam und in raschem Tempo voran. Das hat nicht zuletzt mit der Angleichung der Lebensstile in der Gemeinschaft zu tun. Je länger die Zugehörigkeit zur EU andauert und je enger die Mitgliedstaaten wirtschaftlich miteinander verflochten sind, desto mehr nähern sich auch die Lebensbedingungen und sozialen Verhältnisse einander an. Nationale Besonderheiten im Hinblick auf Geburtenziffern, uneheliche Geburten, die Heirats- oder Scheidungshäufigkeit oder das Zusammenleben ohne Trauschein schleifen sich allmählich ab. Und die in den östlichen Mitgliedsländern vor dem EU-Beitritt viel niedrigere Lebenserwartung hat seitdem deutlich zugenommen. Andererseits sind viele Aspekte des Bevölkerungsaufbaus und der gesellschaftlichen Strukturen aber noch immer durch deutliche Unterschiede zwischen den EU-Ländern gekennzeichnet.

Das gilt z.B. für die Zusammensetzung und Größe der privaten Haushalte. Wie das Statistische Amt der EU berichtet, bestanden 2025 in der EU mit ihren 450 Mio Einwohnern rund 203 Mio Haushalte, die meisten davon in Deutschland (41,7 Mio), Frankreich (32,4 Mio), Italien (26,4 Mio), Spanien (19,7 Mio) und Polen (15,5 Mio). Die durchschnittliche Haushaltsgröße lag bei 2,3 Personen. Sie war damit EU-weit nur etwas geringer als im Jahr 2010 (2,4 Personen je Haushalt), hatte sich in einigen EU-Ländern aber deutlich verringert; so vor allem in Bulgarien, wo sie von 2,9 auf 2,2 Personen je Haushalt schrumpfte. Am niedrigsten war sie 2025 in Litauen mit 1,8, am höchsten in der Slowakei mit 3,1 Personen je Haushalt.

Die Slowakei war auch das EU-Land, in dem Haushalte mit Kindern am häufigsten anzutreffen waren. Während im EU-Durchschnitt nur in knapp einem Viertel (23 %) aller Haushalte Erwachsene mit Kindern unter 18 Jahren zusammenlebten, lag dieser Anteil in der Slowakei bei 35 %. Irland folgte mit einem Anteil von 31 % auf dem nächsten Rang. Die wenigsten Haushalte mit Kindern gab es demgegenüber in Finnland (mit einem Anteil von 18 %) und in Deutschland, wo nur in 20 % der Haushalte Kinder lebten. Dort war die Bevölkerung überdurchschnittlich alt und der Mangel an Nachkommen besonders ausgeprägt.

In 6 Millionen (12 %) der EU-Haushalte mit Kindern musste sich ein alleinerziehender Elternteil – in den allermeisten Fällen die Mutter – um alles kümmern. Am höchsten war der Anteil dieser Ein-Erwachsenen-Haushalte mit Kindern in Estland (41 %), Litauen (33 %) und Lettland (29 %), hoch auch in Irland (22 %) und Dänemark (22 %), am niedrigsten in Griechenland (4 %) und der Slowakei (3 %). In Deutschland lag der Anteil bei 16 %. 

Ausgabe: 07/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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