Die Pflegeversicherung - Neuregelung 2017

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Infografik Nr. 179001

Die Pflegeversicherung – Neuregelung ab 2017

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Die Pflegeversicherung – Neuregelung ab 2017

Die Pflegeversicherung wurde in Deutschland 1995 als Pflichtversicherung eingeführt. Wer in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, gehört automatisch auch der sozialen Pflegeversicherung an; Mitglieder einer privaten Krankenkasse müssen eine private Pflegeversicherung abschließen. Die Pflegeversicherung bietet Hilfe für den Fall, dass die versicherte Person einmal pflegebedürftig wird. Dies geschieht vorwiegend durch Unterstützung von pflegenden Familienangehörigen und durch (Mit-)Finanzierung eines ambulanten Pflegedienstes oder der stationären Betreuung in einem Pflegeheim. Entscheidendes Kriterium für die Feststellung der Pflegebedürftigkeit waren bisher die körperlichen Einschränkungen, die einen Menschen in unterschiedlichem Grad daran hinderten, seine alltäglichen Verrichtungen (Waschen, Toilettengang, Anziehen, Essen, Einkaufen, Putzen, Wäschewaschen usw.) selbst zu erledigen. Die Einschränkungen von Menschen, die unter Demenz leiden, wurden nur ungenügend berücksichtigt.

Angesichts wachsender Zahlen demenzkranker alter Menschen war eine Reform der Pflegeversicherung dringend geboten. Ab 1. Januar 2017 gilt nunmehr ein neuer Maßstab der Pflegebedürftigkeit. Dabei kommt es nicht mehr auf den Zeitaufwand für einzelne alltägliche Verrichtungen an, sondern auf die Frage, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag ohne fremde Hilfe bewältigen kann. Um die Pflegebedürftigkeit einschätzen zu können, wird in sechs Bereichen erfasst, welche Fähigkeiten und Einschränkungen jeweils vorhanden sind. Die Ergebnisse der einzelnen Bereiche gehen unterschiedlich gewichtet in die Festlegung des Pflegegrades ein. Das größte Gewicht erhalten dabei die Bereiche Selbstversorgung (40 %) und Umgang mit den Anforderungen und Belastungen durch Krankheiten und Therapien (20 %). Ob die Beeinträchtigungen körperliche, geistige oder psychische Ursachen haben, spielt dabei keine Rolle.

Die bisherigen drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt, die sich von geringer bis zu schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und der Fähigkeiten steigern. Wer schon Leistungen der Pflegeversicherung erhält, muss sich keiner erneuten Begutachtung unterziehen, sondern wird automatisch in einen neuen Pflegegrad übergeleitet: Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen gehen in den nächsthöheren Pflegegrad über (z.B. von Pflegestufe II in Pflegegrad 3), Menschen mit Demenz in den übernächsten Pflegegrad (z.B. von II nach 4). Damit verbunden sind in den meisten Fällen deutlich höhere monatliche Leistungen für pflegende Angehörige oder Pflegedienste. Die Pflegereform sieht daneben zahlreiche weitere Verbesserungen im Umfeld der Pflege vor.

Ausgabe: 11/2016
Reihe: 53
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Reihentitel: Zahlenbilder
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Die Kosten der Arbeitslosigkeit Die Kosten der Arbeitslosigkeit
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5x Arbeitslosigkeit 5x Arbeitslosigkeit
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Träger der Sozialversicherung Träger der Sozialversicherung
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Das Profil der Arbeitslosigkeit Das Profil der Arbeitslosigkeit
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Bausteine der sozialen Sicherung Bausteine der sozialen Sicherung
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Der Generationenvertrag Der Generationenvertrag
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TIPP!
Prinzipien der sozialen Sicherung Prinzipien der sozialen Sicherung
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Wie hoch sind die Renten? Wie hoch sind die Renten?
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Das Rentenniveau Das Rentenniveau
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Die Dauer des Rentenbezugs Die Dauer des Rentenbezugs
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Eintritt in den Ruhestand Eintritt in den Ruhestand
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Rentenanpassung Rentenanpassung
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Die gesetzlichen Krankenkassen Die gesetzlichen Krankenkassen
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Beiträge zur Sozialversicherung Beiträge zur Sozialversicherung
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EU-Aufbauplan NextGenerationEU EU-Aufbauplan NextGenerationEU
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Betriebsräte Betriebsräte
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Fachkräftemangel in der Pflege Fachkräftemangel in der Pflege
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Die Grundrente Die Grundrente
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Grundrechte Grundrechte
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Die private Krankenversicherung Die private Krankenversicherung
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Schutz durch private Versicherung Schutz durch private Versicherung
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Warum überschuldet? Warum überschuldet?
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Gesetzliche Kündigungsfristen Gesetzliche Kündigungsfristen
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Mitbestimmung in Unternehmen Mitbestimmung in Unternehmen
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Das Betriebsverfassungsgesetz Das Betriebsverfassungsgesetz
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Die Sozialpartner Die Sozialpartner
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Die Rentenformel Die Rentenformel
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Renten für morgen Renten für morgen
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Rente mit 67 Rente mit 67
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Später in Rente Später in Rente
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Die EU-Bevölkerung altert Die EU-Bevölkerung altert
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Die Osterweiterung der NATO Die Osterweiterung der NATO
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Die gesetzliche Rentenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung
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Gesetzliche Betreuung Gesetzliche Betreuung
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Lastenteilung in der NATO Lastenteilung in der NATO
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Gefahren bei der Arbeit Gefahren bei der Arbeit
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Arbeitskämpfe in Deutschland Arbeitskämpfe in Deutschland
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Tarifverträge Tarifverträge
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Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Bundesvereinigung der Deutschen...
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Einkommensteuertarif 2022 Einkommensteuertarif 2022
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Schwerbehinderte Menschen Schwerbehinderte Menschen
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Bedingungsloses Grundeinkommen Bedingungsloses Grundeinkommen
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Systeme der Alterssicherung Systeme der Alterssicherung
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Die Gesundheitsfinanzen Die Gesundheitsfinanzen
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Mutterschutz Mutterschutz
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