Die ertragreichsten Steuerarten

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Infografik Nr. 181161

Steuern sind die wichtigsten Quellen zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben. Wie wichtig, zeigte sich in den Jahren 2001-2005, als die deutschen Staatsfinanzen wegen des sinkenden Steueraufkom ...

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Steuern sind die wichtigsten Quellen zur Finanzierung der öffentlichen Ausgaben. Wie wichtig, zeigte sich in den Jahren 2001-2005, als die deutschen Staatsfinanzen wegen des sinkenden Steueraufkommens tief ins Defizit gerieten, und erneut 2009/10, im Gefolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Ab 2011 bescherten die Erholung der Wirtschaft und die verbesserte Beschäftigungslage dem Fiskus aber jährlich neue Rekordeinnahmen.

In Deutschland werden rund 30 verschiedene Steuern erhoben. Seit der deutschen Einigung wurden mehrere Steuerarten abgeschafft (darunter die Salz-, Zucker-, Börsenumsatz- und Vermögensteuer), andere hingegen neu eingeführt (Solidaritätszuschlag, Stromsteuer, Alkopopsteuer, Luftverkehrsteuer). Auf die zwei ertragreichsten Steuerarten konzentrierten sich jedoch auch 2016 fast zwei Drittel des gesamten Steueraufkommens. Die Umsatzsteuern (Mehrwert- und Einfuhrumsatzsteuer) erbrachten 217,1 Mrd € (3 % mehr als im Vorjahr). Und die Lohn- und Einkommensteuer kletterte um 5 % auf 238,7 Mrd €. Ausschlaggebend dafür war neben der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt auch die Steigerung der Löhne und Gewinne.

Von den übrigen Steuerarten verzeichneten die gewinnabhängigen Steuern einen deutlichen Zuwachs. So kletterten die für die Gemeindefinanzen so wichtigen Gewerbesteuereinnahmen um 10 % auf 50,1 Mrd € und die Körperschaftsteuer nach einem Rückgang im Vorjahr um satte 40 % auf 27,4 Mrd €. Ein Plus von 8 % (auf 19,5 Mrd €) verzeichnete die auf Dividendenausschüttungen erhobene Ertragsteuer, während der Solidaritätszuschlag um 6 % auf 16,9 Mrd € stieg. Weiterhin stark verbessert zeigten sich die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer (+10 %). Viel niedriger als 2015 lagen hingegen die Einnahmen aus der Abgeltungsteuer (-28 %), bei der sich die rückläufigen Kapitalerträge infolge der Niedrigzinspolitik auswirkten.

Von den insgesamt steigenden Steuererträgen profitierten die Gemeinden 2016 mit Einnahmen von 98,8 Mrd € und die Länder mit 288,7 Mrd €. Die Einnahmen des Bundes kletterten um knapp 3 % auf 289,0 Mrd €, während der EU-Anteil auf 29,3 Mrd € zurückging. Nach den Berechnungen des Arbeitskreises Steuerschätzungen vom Mai 2017 ist auch für die kommenden Jahre mit kräftig wachsenden Steuereinnahmen zu rechnen, vorausgesetzt, die Konjunktur verläuft im angenommenen Rahmen. Noch ungewiss ist indessen, ob und in welchem Umfang nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 Steuererleichterungen umgesetzt werden.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2017
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