Freiwilliges Engagement

Freiwilliges Engagement
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Infografik Nr. 253148

Freiwilliges Engagement steht bei den Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland hoch im Kurs. Fast zwei Fünftel der Bevölkerung ab 14 Jahren opfern Zeit für das Gemeinwohl - vom Schülervertreter bis zur Vereinsvorsitzenden und von der Chorsängerin bis zum Feuerwehrmann. Lesen Sie hier (unter anderem), wie sich der Bildungsstand auf die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement auswirkt!

 

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In der heutigen Zeit werden Leistungen oft nur anerkannt, wenn sie sich in barer Münze auszahlen. Trotzdem gibt es unter den Bundesbürgern eine große Bereitschaft, sich für andere zu engagieren, ohne dass damit Reichtümer zu gewinnen wären. Diese Bereitschaft ist abzulesen am Austausch privater Hilfeleistungen unter Verwandten, Nachbarn und Freunden. Sie zeigt sich aber auch im vielfältigen freiwilligen Engagement. Dabei lassen sich verschiedene Formen unterscheiden: ● die traditionelle, an die Mitgliedschaft in einer Organisation (Verein, Kirche, Gewerkschaft, Partei usw.) geknüpfte ehrenamtliche Mitarbeit, ● die sogenannte Freiwilligenarbeit als individuelle, spontan geleistete Hilfe auf Gegenseitigkeit (z.B. im Freizeitbereich, in Schule und Kindergarten) oder ● das am Gemeinwohl und am Gedanken der Solidarität orientierte bürgerschaftliche Engagement (z.B. bei der freiwilligen Feuerwehr oder in der Obdachlosenhilfe). Für Deutschland liefert eine regelmäßig im Auftrag der Bundesregierung durchgeführte Repräsentativumfrage, der sogenannte Freiwilligensurvey, einen Überblick über das gesamte Spektrum freiwilligen Engagements. Die jüngsten Ergebnisse, für das Jahr 2024, zeigen, wie groß die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger ist, freiwillige Aufgaben zu übernehmen: Nahezu zwei Fünftel (37%) der Bevölkerung ab 14 Jahren engagierten sich freiwillig. Das entsprach rund 27 Millionen Menschen. Diese Zahlen liegen etwas niedriger als in den Befragungen von 2014 und 2019, zeigen aber doch die Beständigkeit des Engagements auch in etwas schwierigeren Zeiten.

Ein enger Zusammenhang besteht zwischen freiwilligem Engagement und Bildungsgrad. So waren von den Befragten mit niedriger Bildung nur ein Viertel (25%) engagiert, von denen mit hoher Bildung jedoch fast die Hälfte (46%). Noch etwas höher ist der Grad freiwilligen Engagements bei Schülerinnen und Schülern (48%). Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, dass sich Männer im Alter zwischen 14 und 29 Jahren am häufigsten engagierten (40%), Frauen dagegen im Alter zwischen 30 und 49 Jahren (43%). Ein deutlicher Rückgang zeigt sich aber erst im Alter ab 75 Jahren (bei den Frauen auf 18%, bei den Männern auf 25%). Insgesamt gab es aber kaum Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Freiwilliges Engagement kostet Zeit. Die meisten Engagierten (53%) wandten pro Woche nicht mehr als 2 Stunden für ihre Tätigkeit auf. Ein Viertel (24%) investierte jedoch 3 bis 5 Stunden pro Woche und 19% kamen sogar auf 6 und mehr Stunden pro Woche.

Ausgabe: 02/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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