Bereiche des freiwilligen Engagement

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Infografik Nr. 253149

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Nach den Ergebnissen des Freiwilligensurveys engagierten sich in Deutschland 2014 mehr als 30 Millionen Menschen freiwillig bzw. ehrenamtlich für andere. Solches Engagement ist in der Regel im unmittelbaren persönlichen Lebensumfeld (Verein, Schule, Kindergarten usw.) angesiedelt und hilft, die Gemeinschaftsaktivitäten in diesem Bereich eigenverantwortlich zu organisieren.

Wichtigstes Betätigungsfeld des freiwilligen Engagements ist der Bereich Sport und Bewegung. Innerhalb eines Jahres brachte sich dort jeder Sechste (16,3 % der Bevölkerung ab 14 Jahren) mit freiwillig übernommenen Tätigkeiten ein, zum Beispiel als Trainer von Kindern und Jugendlichen, als Schiedsrichter oder Sporthelfer. An zweiter Stelle liegt mit einem Anteil von 9,1 % der Bereich Schule und Kindergarten. Freiwillige können dort beispielsweise Funktionen als Elternvertreter, Schülervertreter oder im Förderkreis übernehmen. Ähnlich beliebt sind auch der Bereich Kultur und Musik (Leitung von Theatergruppen, Orchestern, Chören; Organisation von Ausstellungen usw.), der soziale Bereich (Wohlfahrtsverbände, Hilfsorganisationen usw.) sowie Kirchen oder andere religiöse Gemeinschaften. Am Vereinsleben im Bereich Freizeit und Geselligkeit nehmen viele Menschen zwar aktiv teil, übernehmen aber seltener freiwillige Aufgaben. Wenig verbreitet ist freiwilliges Engagement u.a. im Gesundheitsbereich (Pflegehilfe, Besuchsdienste, Selbsthilfegruppen usw.) oder im Bereich Justiz und Kriminalitätsprobleme (mit Tätigkeiten als Schöffen, Schiedsleute oder Betreuer von Straftätern oder Verbrechensopfern).

Freiwilliges Engagement bedeutet häufig die Übernahme von Leitungsfunktionen: Mehr als ein Viertel (28 %) der Freiwilligen übt seine Tätigkeit im Rahmen einer Leitungs- oder Vorstandstätigkeit aus – Männer allerdings häufiger als Frauen (33 % bzw. 22 %). Der Bildungsgrad fällt dabei kaum ins Gewicht: Leitungsfunktionen werden von Personen mit niedriger oder höherer Bildung fast gleich häufig wahrgenommen.

Die Motive des freiwilligen Engagements sind vielfältig. Spaß zu haben ist für fast alle Befragten (94 %) ein wichtiger Antrieb. Jeweils mehr als 80 % wollen über ihre freiwillige Tätigkeit mit anderen Menschen oder auch ganz gezielt mit anderen Generationen zusammenkommen oder die Gesellschaft mitgestalten. Rund der Hälfte geht es auch darum, Qualifikationen zu erwerben. Letzteres betrifft vor allem Schülerinnen und Schüler, während es bei Älteren naturgemäß eine geringere Rolle spielt. Damit hat freiwilliges Engagement nicht nur eine wichtige Bedeutung für die Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt, sondern auch für die Zufriedenheit des Einzelnen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2018
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