Das Gewicht der Löhne

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Infografik Nr. 286130

Der Arbeitslohn für die Beschäftigten ist für die Unternehmen ein Kostenfaktor. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie die Personalaufwandsquote zeigen, wie sich die Lohnkosten im Zeitablauf oder im Vergleich zum Branchendurchschnitt darstellen. Das ZAHLENBILD vergleicht den Lohnaufwand, bezogen auf den Umsatz, für die wichtigsten Industriezweige. Doch es gibt auch andere Vergleichsmaßstäbe!

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Der Arbeitslohn der Beschäftigten ist für die Unternehmen ein Kostenfaktor. Betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie die Personalaufwandsquote sollen Aufschluss darüber geben, wie sich dieser Kostenfaktor im zeitlichen Verlauf oder im Vergleich zum Branchendurchschnitt darstellt. Dabei werden die Lohnkosten auf den Umsatz oder die wirtschaftliche Leistung des Unternehmens bezogen. Die Lohnkosten umfassen das gesamte Arbeitsentgelt der Beschäftigten: den Bruttolohn einschließlich Sonderzahlungen und den Arbeitgeberanteil an den Sozialbeiträgen. Ermittelt man den Anteil der Arbeitskosten am Umsatz ganzer Branchen, lassen sich typische Unterschiede zwischen lohnintensiven und kapitalintensiven Produktionszweigen feststellen.

2025 erzielten die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland einen Umsatz von insgesamt 2 255 Mrd Euro. An die 6,1 Millionen Beschäftigten wurden Bruttolöhne und -gehälter von 364 Mrd Euro ausgezahlt; das entsprach rund 16 % des Gesamtumsatzes. Zu den Branchen mit überdurchschnittlich hohem Lohnanteil gehören die Produktion von Metallerzeugnissen (24 %), der Maschinenbau und die Herstellung elektrischer Ausrüstungen (jeweils 23 %). Es handelt sich dabei um Industriezweige, in denen nur in begrenztem Umfang Massenprodukte hergestellt werden, vielfach kundenspezifische Anforderungen erfüllt werden müssen und von den Beschäftigten hohes fachliches Knowhow verlangt wird. Relativ hohe Lohnkosten entstehen auch im Bereich „Reparatur und Installation von Maschinen usw.“ (24 %).

Ein Beispiel für einen besonders niedrigen Lohnanteil liefert die Mineralölverarbeitung, eine Branche mit enormem Kapitalaufwand, hohem Rohstoffeinsatz, weitgehend automatisierten Produktionsprozessen und relativ geringer Beschäftigtenzahl. Unterdurchschnittlich ist der Lohnanteil aber auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung (Eisen- und Stahlindustrie, 10 %), in der Autoindustrie und der Nahrungsmittelindustrie (jeweils 11 %). In einigen Branchen geht der Lohnanteil am Umsatz auf längere Sicht zurück. Denn die Produktion wird zunehmend rationalisiert und automatisiert; zudem wurden ehemals betriebsinterne Arbeitsprozesse ausgelagert und gehen nun als Vorleistungen in die Produktion ein.

Bezieht man den Lohnaufwand nicht auf den Umsatz, sondern auf die im Unternehmen selbst erbrachte Wertschöpfung, ist der auf die Entlohnung der Arbeit entfallende Prozentsatz wesentlich höher. Nach der Input-Output-Rechnung des Statistischen Bundesamts machten die Arbeitnehmerentgelte in der deutschen Industrie 2023 insgesamt 52 % der Bruttowertschöpfung aus. 

Ausgabe: 10/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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