Konsumausgaben im West-Ost-Vergleich

Konsumausgaben im West-Ost-Vergleich
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Infografik Nr. 291137

An Umfang und Zusammensetzung des privaten Verbrauchs lässt sich ablesen, wie gut es einer Gesellschaft in materieller Hinsicht geht. In diesem ZAHLENBILD werden Verbrauchsdaten für West- und Ostdeutschland vergleichend nebeneinandergestellt. Wo gibt es Übereinstimmungen und wo Unterschiede? Vergleichen Sie selbst!

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An Umfang und Zusammensetzung des privaten Verbrauchs lässt sich ablesen, wie gut es einer Gesellschaft in materieller Hinsicht geht. Ein Vergleich der Verbrauchsausgaben in West- und Ostdeutschland liefert darüber hinaus Antworten auf die Frage, wie weit die Annäherung der Lebensverhältnisse seit der deutschen Einigung tatsächlich vorangekommen ist. Wie sich aus den Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 ergibt, hatten westdeutsche Haushalte Einnahmen von durchschnittlich 5 853 € im Monat aus Arbeit, Vermögenserträgen, Sozialleistungen und privaten Zuschüssen. Davon waren Einkommensteuer und Sozialbeiträge abzuführen, hinzu kamen Einnahmen aus dem Verkauf von Waren und aus sonstigen Quellen, so dass insgesamt 4 512 € zum Ausgeben oder Sparen übrigblieben. Der größte Teil davon – 3 130 € – floss in den privaten Konsum, wurde also für Essen, Wohnung, Kleidung, Auto, Kommunikation, Freizeit usw. ausgegeben. Weitere große Ausgabenposten entfielen u.a. auf Versicherungsbeiträge und vor allem auf die Bildung von Sachvermögen und Ersparnissen. Die durchschnittlichen Einnahmen der ostdeutschen Haushalte beliefen sich dagegen auf 4 682 € pro Monat. Nach Abzug von Einkommensteuern und Sozialbeiträgen und Hinzurechnung sonstiger Einnahmen blieben davon 3 646 €, von denen wiederum 2 646 € für den Konsum verwendet wurden.

Mit Abstand wichtigster Posten in der Verbrauchsrechnung der westdeutschen Haushalte waren die Ausgaben für das Wohnen, das heißt für Miete, Haushaltsenergie und Wohnungsinstandhaltung, die allein fast zwei Fünftel (38,0 %) der gesamten Konsumausgaben verschlangen. Hinzu kamen noch 4,5 % für Innenausstattung, Haushaltsgeräte usw. Für die Mobilität – mit eigenem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln – opferten die Haushalte 12,0 % ihres Budgets. Privat bezahlte Gesundheitsdienstleistungen, Medikamente usw. schlugen mit 3,3 % der Konsumausgaben zu Buche. Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren wurden 14,2 % aufgewandt. Die Ausgabenanteile für Freizeit, Sport, Kultur und Bildung beliefen sich auf 9,3 %, die für Gaststätten und Hotels auf 6,8 % der gesamten Konsumausgaben. Für Information und Kommunikation wurden 4,6 % ausgegeben. In Ostdeutschland (einschl. Berlin) fielen die Wohnkosten der Haushalte mit 35,2 % der Verbrauchsausgaben etwas weniger ins Gewicht als im Westen. Markant höher waren dagegen die Anteile für Ernährung (15,3 %) und Freizeit/Bildung (10,4 %). Der anteilige Aufwand für die Gesundheit fiel mit 2,8 % wiederum deutlich geringer aus. Insgesamt hatten sich die Verbrauchsstrukturen zwischen Ost und West im Vergleich zu früheren Jahren weiter angenähert. 

Ausgabe: 05/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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