Konsumausgaben im West-Ost-Vergleich

Konsumausgaben im West-Ost-Vergleich
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Infografik Nr. 291137

Am Umfang und an der Zusammensetzung des privaten Verbrauchs lässt sich ablesen, wie gut es einer Gesellschaft in materieller Hinsicht geht. Ein Vergleich der Verbrauchsausgaben in West- und Ostdeu ...

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Am Umfang und an der Zusammensetzung des privaten Verbrauchs lässt sich ablesen, wie gut es einer Gesellschaft in materieller Hinsicht geht. Ein Vergleich der Verbrauchsausgaben in West- und Ostdeutschland liefert darüber hinaus Antworten auf die Frage, wie weit die Annäherung der Lebensverhältnisse seit der deutschen Einigung tatsächlich gediehen ist. Grundlage des vorliegenden Vergleichs ist eine Stichprobenerhebung aus dem Jahr 2016, zu der die Haushaltsbücher von rund 7660 Haushalten (ohne Selbstständige und Landwirte) ausgewertet wurden.

Wie sich aus diesen Aufschreibungen ergibt, hatten die westdeutschen Haushalte Einnahmen von durchschnittlich 4620 € im Monat aus Arbeit, Vermögenserträgen, Sozialleistungen und sonstigen Quellen. Davon waren 1085 € als Einkommensteuer und Sozialbeiträge abzuführen, so dass noch 3535 € zum Ausgeben oder Sparen übrig blieben. Der größte Teil davon – 2587 € – floss in den privaten Konsum, wurde also für Essen, Wohnung, Kleidung, Auto, Telefon, Freizeit usw. ausgegeben. Die Einnahmen der ostdeutschen Haushalte beliefen sich dagegen auf 3558 € pro Monat. Nach Abzug der Einkommensteuer und der Sozialbeiträge blieben davon 2768 €, im Durchschnitt also rund ein Fünftel weniger als in Westdeutschland. Für den Konsum wurden davon 2078 € verwendet.

Mit Abstand wichtigster Posten in der Verbrauchsrechnung der westdeutschen Haushalte waren die Ausgaben für das Wohnen, das heißt für Miete, Haushaltsenergie und Wohnungsinstandhaltung, die allein weit mehr als ein Drittel (35,6 %) der gesamten Konsumausgaben verschlangen. Hinzu kamen noch 6,0 % für Innenausstattung, Haushaltsgeräte usw. Für die Mobilität – mit eigenem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln – opferten die Haushalte 13,5 % ihres Budgets. Die privat bezahlten Gesundheitsdienstleistungen, Medikamente usw. schlugen mit 4,2 % der Konsumausgaben zu Buche. Für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren wurden 13,6 % aufgewandt. Nicht weit darunter lagen die Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung, Kultur und Bildung mit einem Anteil von 11,0 %.

In Ostdeutschland (einschl. Berlin) fielen die Wohnkosten der Haushalte mit 34,0 % der Verbrauchsausgaben etwas weniger ins Gewicht als im Westen. Markant höher waren die Ausgabenanteile für Ernährung (14,9 %) und Freizeit/Bildung (11,7 %). Der anteilige Aufwand für die Gesundheit fiel dagegen deutlich geringer aus. Insgesamt haben sich die Verbrauchsstrukturen zwischen Ost und West im Vergleich zu früheren Jahren aber weiter angenähert.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 03/2018
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