Unterrichtsimpuls - Der 50. Jahrestag der Niederschlagung des "Prager Frühlings"

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Eine Kooperation zwischen Arbeitsblätter Online und FAZSCHULE.NET

Die Schülerinnen und Schüler sollen...

  • Vorkenntnisse zur Thematik wiedergeben
  • einen Zeitstrahl erstellen und so historische Ereignisse skizzieren
  • sich mit der Völkerrechtsthematik auseinandersetzen und das Verhalten Russlands kritisch erörtern
  • überprüfen, ob Arbeitstext zwei wertende Aussagen enthält
  • durch die Bearbeitung zweier F.A.Z.-Artikel historische Ereignisse („Prager Frühling“/Kaukasus-Krieg 2008) darstellen und mit dem aktuellen Ukraine-Konflikt vergleichen

 
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Am 21. August 2018 jährt sich der Einmarsch von Truppen des Warschauer-Paktes in die Tschechoslowakei zum 50. Mal. Der „Prager Frühling“ wurde gewaltsam beendet, ein beginnender Reformprozess, der den Hegemonialanspruch der Sowjetunion in Frage zu stellen schien. Dabei wollte die im Grunde linientreue tschechoslowakische Regierung den Sozialismus nicht abschaffen, sondern ihm ein „menschliches Antlitz“ geben. Über 100 Menschen starben bei der sowjetischen Intervention.

Georg Paul Hefty beschreibt in Arbeitstext 1 einen „Bruch des Völkerrechts“, Karl-Peter Schwarz spricht im zweiten Arbeitstext von einem „imperialen Großmachtanspruch“. Beide Texte handeln vom Russland der Neuzeit und setzen jüngere Konflikte wie den Kaukasus-Krieg in Bezug zum Prager Frühling. Damals wie heute bewerten westliche Politiker und Medien die Aktionen des größten Landes der Erde kritisch. Gerade in letzter Zeit scheint das Verhältnis zwischen Russland und der „westlichen Welt“ immer angespannter zu werden: Die Beeinflussung von Wahlen über soziale Medien in den Vereinigten Staaten beschäftigen noch heute die Ermittler. Der Streit zwischen London und Moskau über den angeblich gezielten Einsatz des Kampfstoffes Nowitschok führte zum diplomatischen Eklat. Auch der Ausschluss russischer Athleten von den Olympischen Winterspielen in Südkorea geriet zum Politikum.

Das vorliegende Material sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler für dieses angespannte Verhältnis und ermöglicht eine Analyse russischer Außenpolitik und ihrer Betrachtung in einem westlichen Medium. Im Geschichtsunterricht können mittels der Erstellung eines Zeitstrahls historische Abläufe skizziert und Bezüge zu aktuellen Geschehnissen hergestellt werden. Im Politikunterricht werden die Erarbeitung der Völkerrechtsthematik und eine kritische Analyse aktueller politischer Entwicklungen wie dem Ukraine-Konflikt im Vordergrund stehen. Im Fach Deutsch kann vor allem bei Arbeitstext 2 kritisch erörtert werden, inwieweit der Autor des Textes eine wertneutrale Darstellung wiedergibt oder ob der Artikel eher tendenziöse Kommentare enthält.

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