Elektroautos

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Infografik Nr. 400531

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Durch ihren Schadstoffausstoß gefährden Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren nicht nur das Klima, sondern auch die menschliche Gesundheit. Sie sind abhängig von langfristig knapper und teurer werdenden fossilen Energieträgern, allen voran Erdöl, und stellen besonders in Ballungsgebieten eine wachsende Lärmquelle dar. Die jetzt schon enormen Belastungen für Mensch und Umwelt werden in Zukunft noch deutlich zunehmen: Nach Zahlen der Internationalen Automobilherstellervereinigung (OICA) waren 2014 weltweit mehr als 1,2 Milliarden Fahrzeuge in Gebrauch, rund 900 Millionen davon waren Personenkraftwagen. Prognosen lassen erwarten, dass sich der globale Pkw-Bestand bis zum Jahr 2030 verdoppelt.

Es gibt also Gründe genug, die Entwicklung weg vom Verbrennungsmotor und hin zu mehr Elektromobilität zu fördern. Schon beim derzeitigen Entwicklungsstand sind Elektroautos etwa dreimal energieeffizienter als Verbrennungsmotoren, bei denen mehr als 75 % der Kraftstoff-Energie als Abwärme verloren gehen. Außerdem sind sie umweltfreundlicher: Während ein durchschnittlicher Neuwagen unter Testbedingungen 128 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt (im realen Fahrbetrieb ist von noch höheren Emissionen auszugehen), fährt ein Elektroauto praktisch emissionsfrei. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist wird, sonst werden die Emissionen nur in die Kraftwerke verlagert.

In Deutschland versucht die Politik seit 2009, Elektromobilität zu fördern. So werden Elektrofahrzeugen seit 2015 Privilegien im Straßenverkehr eingeräumt (z.B. bei Parkplätzen und Parkplatzgebühren); neue Elektroautos sind zehn Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Als Kaufanreiz wurde 2016 eine Prämie eingeführt. Schon 2011 verkündete die Bundesregierung das ambitionierte Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen; bis 2030 sollen es sechs Millionen sein. Dieses Ziel scheint jedoch unrealistisch: Zwar ist die Nachfrage nach Elektroautos in den letzten Jahren gestiegen; 2016 wurden aber trotzdem erst 11410 Fahrzeuge abgesetzt. Noch sind Elektroautos vergleichsweise teuer, es fehlt vor allem auf dem Land an Ladestationen und die tatsächlichen Reichweiten liegen bisher meist nur bei etwa 200 Kilometern. Stärker gefragt sind daher Hybrid-Fahrzeuge (2016 mit rund 48000 Neuzulassungen), wo bei leerem Akku ein Verbrennungsmotor den Antrieb übernimmt. Plug-in-Hybride, die wie ein Elektroauto an der Steckdose aufgeladen werden können, waren darunter allerdings nur mit rund 13740 Fahrzeugen vertreten. Gemessen an allen Pkw-Neuzulassungen (3,4 Mio) war der gemeinsame Anteil von Elektro- und Hybridautos 2016 mit 1,5 % noch äußerst gering.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 02/2017
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