Studieren mit BAföG

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Infografik Nr. 506546

Förderung durch BAföG

Eine gute Schul- oder Hochschulausbildung nützt dem Einzelnen und der Gesellschaft. Höhere Bildung kostet aber Geld und viele Familien wären ohne Hilfe von außen ...

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Förderung durch BAföG

Eine gute Schul- oder Hochschulausbildung nützt dem Einzelnen und der Gesellschaft. Höhere Bildung kostet aber Geld und viele Familien wären ohne Hilfe von außen nicht in der Lage, sie zu finanzieren. Daher werden junge Leute, die einen höheren Schulabschluss anstreben oder studieren, vom Staat durch „BAföG“ (= Bundesausbildungsförderungsgesetz) unterstützt, wenn ihre Mittel sonst nicht ausreichen.

Auf eine Förderung durch BAföG hat grundsätzlich Anspruch, wer eine Ausbildung, die seiner Neigung, Eignung und Leistungsfähigkeit entspricht, nicht aus eigener Kraft oder mit Hilfe seiner Angehörigen finanzieren kann. Die Höhe der Förderung orientiert sich an pauschalen Bedarfssätzen für Lebensunterhalt und Ausbildungskosten; sie unterscheidet sich nach dem eingeschlagenen Bildungsweg und der Unterbringung (bei den Eltern – nicht bei den Eltern). Wie hoch sie im Einzelfall ist, hängt von den Einkommensverhältnissen der Eltern bzw. Ehegatten/Lebenspartner und dem Einkommen und Vermögen der Studierenden selbst ab. Wichtig für die Bemessung sind die Freibeträge, die vom Elterneinkommen oder vom Eigenverdienst abgesetzt werden können. Ein Zuverdienst von maximal 450 € im Monat wird nicht auf den BAföG-Anspruch angerechnet. Anrechnungsfrei sind auch Begabten-Stipendien bis zu 300 € monatlich.

Das ungekürzte BAföG deckt den vom Gesetzgeber angenommenen pauschalen Grundbedarf für Lebensunterhalt und Ausbildung. Gegebenenfalls erhöht es sich um einen pauschalen Mietkostenzuschlag, wenn die Studierenden nicht bei ihren Eltern wohnen. Darüber hinaus erhalten Studierende, die selbst versichert sind, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung. Zum Beginn des Schuljahres bzw. des Wintersemesters 2016/17 wurden die BAföG-Sätze sowie die Einkommensfreibeträge der Eltern und Ehegatten/Lebenspartner um jeweils rund 7 % angehoben. Erhöht wurde auch der Wohnzuschlag für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen. Der mögliche Höchstbetrag (für Studierende an Hochschulen) steigt dadurch auf monatlich 735 €. Schüler erhalten die Ausbildungsförderung als Zuschuss, Studierende je zur Hälfte als Zuschuss und als zinsloses Staatsdarlehen. Die Rückzahlung des Darlehens beginnt fünf Jahre nach Ende der Regelstudienzeit in Raten von mindestens 105 € pro Monat und beträgt insgesamt nicht mehr als 10000 €. Wenn die Mittel fehlen, kann sie auf Antrag ausgesetzt werden.

Die Finanzierung der BAföG-Leistungen hat der Bund zum Jahr 2015 voll übernommen. Zuvor trugen die Länder 35 % und der Bund 65 % der Kosten. Die Neuregelung soll die Länder entlasten und insbesondere Mittel für die Hochschulfinanzierung freisetzen.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 08/2016
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