Ausbildungsbeteiligung der Betriebe

Ausbildungsbeteiligung der Betriebe
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Infografik Nr. 264380

Die Wirtschaft klagt über den Mangel an Fachkräften. Gleichzeitig nimmt aber die Bereitschaft der Betriebe ab, selbst auszubilden. Im Verhältnis zur Beschäftigtenzahl erbringen Kleinbetriebe (mit 10 bis 49 Mitarbeitern) die größte Ausbildungsleistung. Zahlen zur Berufsausbildung nach Betriebsgrößen und Bundesländern in diesem ZAHLENBILD!

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Trotz eines leichten Anstiegs in den letzten Jahren ist die Zahl der jungen Leute, die eine Ausbildung im dualen System anstreben, seit 2010 stark zurückgegangen – eine Folge der demographischen Entwicklung und der Anziehungskraft des Studiums als Ausbildungsalternative. Rückläufig war aber auch das Angebot an Ausbildungsplätzen, so dass viele Bewerber keine Lehrstelle fanden. Ein Grund dafür war die abnehmende Bereitschaft vieler Betriebe, sich in der beruflichen Ausbildung Jugendlicher zu engagieren, während in der Wirtschaft gleichzeitig über den Mangel an Fachkräften geklagt wurde. Ende 2024 nahmen von den insgesamt 2,1 Millionen Betrieben, die sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigten, nur rund 397 000 an der Berufsausbildung teil. Das heißt: weniger als jeder fünfte Betrieb (18,7 %) bildete Lehrlinge aus. Im Jahr 2007, vor der großen Finanz- und Wirtschaftskrise, lag diese Quote noch bei 24,1 %.

Am stärksten sank die Ausbildungsbeteiligung bei den Kleinstbetrieben (mit 1 bis 9 Beschäftigten), wo sie zwischen 2007 und 2024 von ohnehin niedrigen 17 % auf nur noch knapp 10 % abnahm. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe dieser Größenordnung verringerte sich in dieser Zeit von rund 275 000 auf 164 800. Je größer die Betriebe, desto größer die Möglichkeiten und die Bereitschaft, Lehrlinge aufzunehmen. Von den Kleinbetrieben (mit 10 bis 49 Beschäftigten) bildeten 2024 immerhin 41 % Lehrlinge aus; bei den Mittelbetrieben (mit 50 bis 249 Beschäftigten) belief sich der entsprechende Anteil auf 65 %, bei den Großbetrieben (mit 250 Beschäftigten und mehr) auf 82 %. 

Blickt man auf die Ausbildungsquote – Auszubildende im Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten –, lagen allerdings die Kleinbetriebe vorn: Bei ihnen machten die Azubis 5,1 % der gesamten Belegschaft aus. Der Durchschnittswert für alle Betriebe belief sich auf 4,6 %.

Beim Vergleich der betrieblichen Ausbildungsbeteiligung in den einzelnen Bundesländern schwankten die Werte 2024 zwischen 11 % in Berlin und 21 % in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und dem Saarland. In Westdeutschland bildeten 20 % der Betriebe aus, in Ostdeutschland nur rund 15 %. Branchen mit hoher Beteiligung der Betriebe an der dualen Ausbildung waren der Maschinen- und Automobilbau, das Metall- und Elektrogewerbe sowie die pflegerischen und medizinischen Dienstleister (alle mit Anteilen um 30 %). Im Bereich Verkehr, Lagerei, Logistik und im Hotel- und Gastgewerbe gaben sich dagegen nur knapp 10 % der Betriebe mit der Ausbildung des beruflichen Nachwuchses ab. 

Ausgabe: 09/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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