Gefahren des Straßenverkehrs

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Infografik Nr. 280250

Die Entwicklung der Unfallzahlen ist vor dem Hintergrund der unaufhörlich wachsenden Verkehrsdichte zu sehen. Rollten 1950 erst 2,4 Mio Autos, Zugmaschinen und Motorräder über die deutschen Straßen, so waren 2017 schon rund 58 Mio motorisierte Fahrzeuge unterwegs. Die Zahl der Unfälle stieg aber nicht im gleichen Ausmaß wie der Verkehr zunahm.

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Die Motorisierung unserer Gesellschaft, ein Vorgang von immer noch ungebremster Dynamik, wurde mit großen Opfern erkauft. Rund 786000 Menschen – mehr als die Einwohnerzahl von Frankfurt am Main – kamen in Deutschland seit 1950 bei Verkehrsunfällen ums Leben. Etwa 32 Millionen Menschen wurden während dieses Zeitraums verletzt. Und auch die finanziellen Schadensfolgen wiegen schwer: Nach Berechnungen der Bundesanstalt für das Straßenwesen bewegten sich die volkswirtschaftlichen Kosten der Straßenverkehrsunfälle seit 1995 zwischen 30 und 35 Mrd € pro Jahr.

Die Entwicklung der Unfallzahlen ist vor dem Hintergrund der unaufhörlich wachsenden Verkehrsdichte zu sehen. Rollten 1950 erst 2,4 Mio Autos, Zugmaschinen und Motorräder über die deutschen Straßen, so waren 2017 schon rund 58 Mio motorisierte Fahrzeuge unterwegs. Die Zahl der Unfälle stieg aber nicht im gleichen Ausmaß wie der Verkehr zunahm. Dafür sorgten neben dem Ausbau der Straßen auch Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und nicht zuletzt die konstruktiven Verbesserungen im Automobilbau. Zwar häuften sich die Unfälle mit Sachschaden, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden blieb jedoch über Jahrzehnte annähernd konstant und ging ab 2000 sogar deutlich zurück. In Ostdeutschland nahm die Häufigkeit schwerer Unfälle in der ersten Zeit nach der deutschen Einigung allerdings dramatisch zu. Vielen Verkehrsteilnehmern wurden damals die sprunghaft wachsende Verkehrsdichte, die neuen, PS-stärkeren Fahrzeuge, ein riskantes Fahrverhalten und die anfangs noch unzureichenden Straßenverhältnisse zum Verhängnis. Inzwischen hat sich das Risiko, auf ostdeutschen Straßen zu verunglücken, aber weitgehend an den bundesdeutschen Durchschnitt angeglichen.

Laut Statistischem Bundesamt nahm die Polizei in Deutschland 2017 rund 2,6 Mio Verkehrsunfälle auf. Bei mehr als 300000 Unfällen waren Menschen zu Schaden gekommen. Von diesen trugen 323800 leichte Verletzungen davon, 66510 wurden schwer verletzt, 3180 verloren ihr Leben. Auf dem Höhepunkt der Unfallentwicklung wurden 1970 fast siebenmal so viele Todesopfer (21332) registriert.

Gemessen an der Fahrleistung der Kraftfahrzeuge erscheint der Rückgang des Unfallrisikos seit 1970 besonders eindrucksvoll. Damals ereigneten sich im alten Bundesgebiet auf eine Milliarde gefahrene Kilometer 1504 Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei denen 2119 Menschen verletzt und 77 getötet wurden. 2017 kamen in Deutschland auf die gleiche Fahrleistung noch rund 390 schwere Unfälle mit 498 Verletzten und 4 Todesopfern.

Ausgabe: 09/2018
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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