Reales Pro-Kopf-Einkommen in der EU 2004-2024

Reales Pro-Kopf-Einkommen in der EU 2004-2024
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Die EU durchläuft wirtschaftlich immer wieder schwierige Zeiten. Auf längere Sicht hat sich der Wohlstand ihrer Bürger aber deutlich vermehrt. Zwischen 2004 und 2024 sind die realen Pro-Kopf-Einkommen EU-weit um 22% gestiegen. Deutlich größere Sprünge gab es in den östlichen Beitrittsländern. Nur Griechenland und Italien verzeichnen ein Minus. Vergleichen Sie selbst!

 

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Trotz aller wirtschaftlichen und politischen Verwerfungen stellt sich die Einkommensentwicklung in der EU recht positiv dar. In den zwei Jahrzehnten seit der EU-Osterweiterung (2004) konnten die Privathaushalte fast aller EU-Mitgliedstaaten ihre durchschnittliche Einkommenssituation verbessern. Und das nicht nur dem nominalen Betrag nach, sondern auch real, d.h. unter Berücksichtigung der Preissteigerungen für den privaten Verbrauch. Die Kurve der Pro-Kopf-Einkommen für die gesamte EU-27 zeigt einen Aufschwung von 2004 bis 2009. Im Folgejahr machten sich die Nachwirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 in einem leichten Rückgang bemerkbar, ehe die Euro-Schuldenkrise 2012 und 2013 zu einem deutlichen Abschwung führte. Diese Jahre waren vor allem im Euro-Raum durch wirtschaftliche Rückschläge oder Wachstumsschwäche, steigende Arbeitslosigkeit und folglich sinkende Einkommen gekennzeichnet. Ab 2014 verbesserte sich die allgemeine Einkommenslage jedoch von Jahr zu Jahr, unterbrochen nur durch eine Stockung im Corona-Jahr 2020.

In den von der Schuldenkrise hauptsächlich betroffenen Ländern stellte sich die Entwicklung aber weit dramatischer dar. So stürzte das reale Pro-Kopf-Einkommen in Griechenland zwischen 2009 und dem Tiefpunkt im Jahr 2013 um ein Drittel ab. Die italienischen Haushalte büßten mehr als ein Zehntel ihres Pro-Kopf-Einkommens gegenüber der Vorkrisenzeit ein. Und auch in Spanien, Portugal oder Irland waren spürbare Einkommensverluste zu verzeichnen. In Deutschland stagnierte die reale Einkommensentwicklung, während sie sich in den meisten Nicht-Euro-Ländern lediglich verlangsamte, aber weiter aufwärts gerichtet war.

Am Aufschwung nach der Eindämmung der Schuldenkrise nahmen dann wieder alle EU-Länder teil, bis die Corona-Krise 2020 und die hohe Inflation als Folge der Energiekrise 2022/2023 noch einmal deutliche Spuren in den Portemonnaies hinterließen. Ende 2024 hatten im Rückblick auf das Jahr 2004 nur zwei der 27 EU-Länder einen Rückgang ihres realen Pro-Kopf-Einkommens zu beklagen: Griechenland (-5%) und Italien (-4%). Zu den Ländern mit unterdurchschnittlichem Einkommenszuwachs gehörten insbesondere Spanien (+11%) und Österreich (+14%). Deutschland lag mit +24% leicht über dem EU-Durchschnitt. Massive Steigerungen des durchschnittlichen Realeinkommens und damit letzlich der Lebensqualität verzeichneten dagegen die 2004 bzw. 2007 in die EU aufgenommenen Länder, darunter Rumänien (+134%), Litauen (+95%), Polen (+91%), die Slowakei (+70%) und Ungarn (+61%).

Ausgabe: 01/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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