Chinas 15. Fünf-Jahres-Plan (2026-2030)

Chinas 15. Fünf-Jahres-Plan (2026-2030)
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Infografik Nr. 878501

Mit dem 15. Fünf-Jahres-Plan gibt die chinesische Führung den Kurs für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Zeitraum von 2026 bis 2030 vor. Text und Schaubild zu diesem Thema fassen knapp die wichtigsten Punkte des Plans zusammen, der auch für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung ist.

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Im März 2026 verabschiedete der nationale Volkskongress den 15. Fünf-Jahres-Plan, der die Leitlinien für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Chinas in den fünf Jahren von 2026 bis 2030 festlegt. In einem unruhigen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Umfeld sucht er nach Antworten auf die inneren und äußeren Risiken. Dem Plan nach verfolgt China ein Wirtschaftswachstum, das eher qualitativ als quantitativ bestimmt ist und das auf höherer Produktivität, auf Nachhaltigkeit und Innovation beruht. Das angestrebte Wachstumstempo wurde nicht mehr für den gesamten Planungszeitraum vorgegeben, sondern nur für das erste Planjahr, 2026, – reduziert auf 4,5 - 5 %. Feste Zahlen- und Mengenziele, wie sie für die staatssozialistischen Pläne früher typisch waren, finden sich überhaupt nur noch in wenigen Kapiteln.

Der Plan führt die Strategie des doppelten Wirtschaftskreislaufs (dual circulation) aus dem 14. Fünf-Jahres-Plan fort, ohne den Begriff noch in den Vordergrund zu stellen. Dabei zielt der innere Kreislauf auf die Stärkung des Binnenmarktes, indem Produktion und Nachfrage gefördert werden und mehr technologische Eigenständigkeit erreicht wird. Der äußere Kreislauf umfasst den internationalen Handel und die Beziehungen zum Ausland.

In Schlüsseltechnologien wie der Produktion von Mikrochips, der Biotechnik oder der Künstlichen Intelligenz will der Plan mehr Unabhängigkeit vom Ausland und Krisenfestigkeit für China erreichen. Zudem soll der Fertigungssektor gestärkt werden, indem die industrielle Basis, das heißt Branchen wie der Maschinenbau, die Stahl-, Chemie- und Textilindustrie, durch den Einsatz von Digitalisierung, Automatisierung, anwendungsbezogener KI und die Entwicklung neuer Materialien modernisiert wird. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Förderung „neuartiger Produktivkräfte“ wie Quantencomputer, Hirn-Computer-Schnittstellen oder Fusionsenergie, von denen zukünftige Wachstumsimpulse ausgehen können. Dazu passt, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um jährlich 7 % angehoben werden sollen. Ein wichtiges Signal sendet China mit seinen Plänen für eine nachhaltige Wirtschaft. So sollen die erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden und der CO2-Austoß nur noch bis 2030 steigen.

Trotz der geopolitischen Spannungen strebt China keine Abkoppelung von der Weltwirtschaft an. Vielmehr soll die Rolle des Landes in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten gestärkt werden. China will sich öffnen für ausländische Investitionen, andererseits seiner Währung Renminbi größere internationale Bedeutung verschaffen. 

Ausgabe: 07/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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