Digitale Fähigkeiten der 16- bis 24-Jährigen

Digitale Fähigkeiten der 16- bis 24-Jährigen
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Infografik Nr. 730081

In der EU verfügen 75% der jungen Leute zwischen 16 und 24 Jahren über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. In fünf verschiedenen Bereichen können sie wenigstens eine Aktivität erfolgreich durchführen. Das schaffen 92% der Befragten in Dänemark, aber nur 62% in Deutschland. Wie ist dieser enorme Rückstand zu erklären? Wie ließe er sich aufholen?

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Die Digitalisierung durchdringt inzwischen nahezu alle Lebensbereiche. Aber wie steht es um die Fähigkeit der Menschen, damit umzugehen? Nach dem Ergebnis von Umfragen verfügten in der EU Anfang 2025 rund 60 % der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Nach den ehrgeizigen Zielen, die sich die EU gesetzt hat, soll dieser Anteil bis 2030 auf 80 % der Bevölkerung steigen. Im Hinblick auf den künftigen Lebens- und Arbeitsalltag ist von besonderem Interesse, wie sich die junge Generation der 16- bis 24-Jährigen in der digitalen Welt zurechtfindet. 

Der Digital Skills Indicator (DSI), mit dem dies gemessen wird, erfasst digitale Kernkompetenzen in fünf Bereichen: ● Umgang mit Informationen und Daten, ● Kommunikation und Zusammenarbeit, ● Entwicklung oder Erstellung von digitalen Inhalten, ● Sicherheit und Datenschutz sowie ● Problemlösung. Grundlegende Fähigkeiten in einem Bereich werden angenommen, wenn die Befragten in diesem Bereich wenigstens eine Aktivität erfolgreich durchführen können. Dazu gehören beispielsweise das Versenden von E-Mails, die Beteiligung an sozialen Netzwerken, die Bearbeitung einer Tabelle, der Schutz persönlicher Daten oder das Installieren und Konfigurieren einer Software. Nach diesen Maßstäben verfügten junge Leute in Dänemark, Tschechien und Malta (mit Anteilen von jeweils 92 %) am häufigsten über digitale Grundfähigkeiten. Die niedrigsten Anteile ergaben sich in Bulgarien und Rumänien (je 53 %). In Deutschland waren die Basiskompetenzen nur bei 62 % der 16- bis 24-Jährigen vorhanden – auch dies ein weit unterdurchschnittlicher Wert.

Woraus erklären sich solche Unterschiede? Bildungspolitische Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle. So investieren Länder wie Dänemark oder Finnland seit Jahren gezielt in digitale Endgeräte und leistungsfähige Internetverbindungen in den Schulen. Lehrkräfte werden aus- und fortgebildet, um den Schülern frühzeitig einen kompetenten Umgang mit digitalen Technologien vermitteln zu können. Auch die wirtschaftliche Stärke eines Landes und seine Ausstattung mit digitaler Infrastruktur fallen ins Gewicht. Haushalte in den wohlhabenderen Ländern verfügen häufiger über Computer und schnelle Internetanschlüsse, so dass junge Leute eher mit digitalen Anwendungen in Kontakt kommen.

Zu den Ergebnissen der Befragung gehört, dass in der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen EU-weit mehr Frauen (76 %) als Männer (73 %) über wenigstens grundlegende Digitalkompetenzen verfügen. Auch in Deutschland lagen sie mit 64 % vor ihren männlichen Altersgenossen (60 %). 

Ausgabe: 09/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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