Arbeit neben der Rente

Arbeit neben der Rente
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Infografik Nr. 247233

Viele ältere Menschen gehen neben ihrer Rente noch einer bezahlten Beschäftigung nach – manche nur in einem Minijob, andere mit voller Stundenzahl. Für die meisten stehen dabei finanzielle Notwendigkeiten im Vordergrund, aber viele sind auch einfach aus Freude an der Arbeit weiterhin aktiv. Zahlen aus dem Mikrozensus für Sie kompakt aufgearbeitet!

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Immer mehr ältere Menschen in Deutschland gehen neben ihrer Rente noch einer bezahlten Tätigkeit nach. Sie nutzen damit die Möglichkeit, ihre Altersbezüge aufzubessern, solange sie sich dafür noch fit genug fühlen. Vor allem Selbstständige bleiben häufig in der Verantwortung, bis die Frage der Nachfolge geklärt ist. Oft fehlt es ihnen aber auch an einer ausreichenden Altersvorsorge. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus von 2025 sind von den Rentenbeziehern im Alter von 65 bis 74 Jahren im Durchschnitt noch 14 % erwerbstätig – 18 % der Männer und 11 % der Frauen. Neben dem Geschlecht spielt das Alter eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob neben der Rente noch gearbeitet wird. So ist der Anteil der erwerbstätigen Rentenbezieher bei den 65- und 66-Jährigen mit 19 % am höchsten, doch sinkt er mit fortschreitendem Alter (und nachlassender Leistungsfähigkeit, wie man wohl ergänzen darf). Doch sind auch von den 73- und 74-jährigen Rentnern und Rentnerinnen noch 8 % neben der Rente aktiv.

Der Grad der Erwerbsbeteiligung neben der Rente hängt auch vom Bildungsniveau ab. Menschen mit höherer Bildung arbeiten im Alter zwischen 65 und 74 Jahren im Durchschnitt deutlich häufiger weiter (19 %) als solche mit mittlerem (12 %) oder niedrigem (10 %) Bildungsstand. Man darf vermuten, dass sie vielfach eine höhere Motivation für ihre Tätigkeit bewahrt haben und in ihrem Berufsleben geringeren physischen Anforderungen ausgesetzt waren als Menschen mit einfacherer Qualifikation. Die Fortsetzung einer Schreibtischtätigkeit ist in höherem Alter in der Regel eher möglich als eine primär körperlich belastende Tätigkeit wie im Handwerk, in der Industrie oder im Pflegedienst.

In einem Zusatzprogramm zur EU-Arbeitskräfteerhebung 2023 wurde nach dem Hauptgrund für die Arbeit neben der Rente gefragt. Ein Drittel der Befragten (33,0 %) gab an, aus finanzieller Notwendigkeit weiterzuarbeiten. Frauen mit ihren oft niedrigen Renten nannten dieses Motiv etwas häufiger (34,7 %) als Männer (31,7 %). Bei Menschen, die neben der Rente einem Minijob nachgingen, war es besonders ausgeprägt (39,5 %). Für viele der Befragten (28,9 %) stand aber auch die Freude daran, zu arbeiten und produktiv zu sein, im Vordergrund. Weiterhin sozial integriert zu sein, war für 8,9% der Befragten am wichtigsten. Die Tatsache, dass der Partner oder die Partnerin noch arbeiten, wurde von knapp 5 % als Motiv genannt. 

Die Politik begünstigt die Arbeit neben der Rente. Wer eine Altersrente bezieht, darf unbegrenzt hinzuverdienen. Unter dem Stichwort „Aktivrente“ bleibt für Arbeitnehmer, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten, seit Anfang 2026 ein Zuverdienst von bis zu 2 000 Euro im Monat steuerfrei. 

Ausgabe: 10/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Renten für morgen Renten für morgen
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Das Rentenniveau Das Rentenniveau
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Der Übergang in die Rente Der Übergang in die Rente
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