Hochschulabsolventen in der EU

Hochschulabsolventen in der EU
42 Credits

Für Sie als Mitglied entspricht dies 4,20 Euro.

Infografik Nr. 762235

In der EU erwerben jährlich rund 4,5 Millionen Männer und Frauen einen Hochschulabschluss. Die Statistik verrät, welche Fächergruppen dabei besonders gefragt sind. Sie zeigt aber auch, wie sich die Abschlüsse auf männliche und weibliche Absolventen verteilen. Dabei sind Frauen fast in allen Fachbereichen in der Mehrzahl. Die Ergebnisse kurz und knapp in diesem ZAHLENBILD!

Welchen Download brauchen Sie?

In der Europäischen Union erwarben 2024 rund 4,5 Millionen junge Männer und Frauen... mehr
Mehr Details zu "Hochschulabsolventen in der EU"

In der Europäischen Union erwarben 2024 rund 4,5 Millionen junge Männer und Frauen einen Bildungsabschluss im tertiären System. Darin eingeschlossen sind 2- bis 3-jährige praxisnahe Kurzstudiengänge (z.B. an einer Fachschule), Bachelor-, Master- und Diplomstudiengänge, Staatsexamina und schließlich die Promotion (Stufen 5 - 8 der internationalen Klassifikation des Bildungswesens ISCED).

Frauen waren mit 2,6 Mio Absolventinnen deutlich in der Überzahl gegenüber ihren männlichen Studienkollegen (1,9 Mio). Solche geschlechtsspezifischen Unterschiede sind auch auf der Ebene der einzelnen Fachbereiche zu beobachten. So entfiel in sieben der zehn übergeordneten Fachbereiche die Mehrzahl der Studienabschlüsse auf Frauen. Besonders ausgeprägt war dies in den Erziehungs- und Bildungswissenschaften, wo vier Absolventinnen einem männlichen Absolventen gegenüberstanden. In den Studiengängen für Gesundheit und Sozialwesen kamen auf einen männlichen Absolventen mehr als drei Frauen. In den Sozialwissenschaften, einschließlich Informationswesen, sowie in den Geisteswissenschaften schlossen mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer ihr Studium ab. Und auch in der Fächergruppe Wirtschaft, Verwaltung und Recht, die zusammen allein ein Viertel aller Hochschulabsolventen hervorbrachte, hatten die Frauen deutlich die Nase vorn. Selbst im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik, Statistik überwogen die Abschlüsse der Frauen.

Demgegenüber dominierten die männlichen Absolventen nur in zwei Fachbereichen, dort aber ebenfalls mit klarem Vorsprung: Im Bereich Ingenieurwesen, Fertigung, Bauwesen und bei den Informations- und Kommunikationstechnologien. Bei den Dienstleistungen und im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und des Veterinärwesens zeichneten sich keine deutlichen Geschlechterunterschiede ab. 

In den einzelnen EU-Ländern können die Gewichte durchaus etwas anders verteilt sein. So entfällt in Deutschland ein viel größerer Anteil der Studienabschlüsse auf die Ingenieurwissenschaften bzw. die  Informations- und Kommunikationstechnologien (zusammen 27,4 %). In Frankreich liegen Wirtschaft, Verwaltung und Recht mit 36,0 % aller Abschlüsse weit vorn und in Italien spielen Kunst und Geisteswissenschaften (mit 16,9 % der Abschlüsse) eine wichtigere Rolle als im europäischen Durchschnitt. Aber der Einfluss gesellschaftlicher Leitbilder und Stereotypen auf die geschlechtsspezifische Wahl des Studienfachs bleibt überall erkennbar. Zusätzlich wirkt sich aus, dass junge Männer oft mit niedrigeren Bildungsabschlüssen ins Berufsleben eintreten und deshalb bei den tertiären Abschlüssen schwächer vertreten sind. 

Ausgabe: 10/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
Zuletzt angesehen