HIV/AIDS in Deutschland

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Infografik Nr. 141290

HIV/AIDS in Deutschland

Nach Schätzungen des UN-Programms UNAIDS lebten Ende 2015 weltweit rund 37 Millionen Menschen, die mit dem Immunschwäche-Virus HIV infiziert waren. 2,1 Millio ...

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HIV/AIDS in Deutschland

Nach Schätzungen des UN-Programms UNAIDS lebten Ende 2015 weltweit rund 37 Millionen Menschen, die mit dem Immunschwäche-Virus HIV infiziert waren. 2,1 Millionen hatten sich im Lauf des Jahres neu mit HIV angesteckt. Im gleichen Jahr starben schätzungsweise 1,1 Millionen Menschen an den Folgen der Immunschwäche-Krankheit AIDS. Im Vergleich zu diesen Zahlen erscheint das HIV/AIDS-Geschehen in Deutschland als viel weniger bedeutsam. Doch das wäre eine fatale Fehleinschätzung. Nach wie vor stellt HIV/AIDS auch in der Mitte Europas ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar; nach wie vor kann die Krankheit nicht geheilt werden.

Wenn das Virus den menschlichen Körper befällt, wird die Immunabwehr schwer geschädigt. Die Viren schleusen ihre Erbinformation in die befallenen Zellen ein, vermehren sich und rufen so eine fortwährende Schwächung des Immunsystems hervor. Im fortgeschrittenen Stadium der HIV-Erkrankung kann es dadurch zu lebensbedrohenden Infektionen und bösartigen Neubildungen kommen. Als AIDS (aquired immunodeficiency syndrome – erworbenes Immunschwäche-Syndrom) wird die Gruppe von Erkrankungen bezeichnet, die in diesem Stadium typischerweise auftreten. Unbehandelt führt AIDS zum Tod; es gibt heute aber Medikamente, die in Kombination miteinander die Bildung neuer Viren unterdrücken und so das Leben der HIV-Infizierten verlängern können.

Wie man heute annimmt, gelangte das Virus in den 1960er Jahren von Zentralafrika aus in die Karibik und weiter in die USA. 1981 erschienen die ersten Berichte über AIDS-Todesfälle; 1983 wurde von zwei Forscherteams das die Krankheit auslösende HI-Virus entdeckt. Anfangs trat HIV/AIDS hauptsächlich im Homosexuellen-Milieu auf. Bei ungeschütztem Verkehr wird es aber auch zwischen Mann und Frau übertragen. Ein weiterer Übertragungsweg ist die Infektion durch verunreinigte Drogenspritzen.

In Deutschland wurde 1982 die erste HIV-Infektion diagnostiziert. Mitte der 1980er Jahre erreichte die Welle der HIV-Neuinfektionen mit bis zu 6000 Fällen pro Jahr ihren Höhepunkt, wie aus Rückrechnungen und Schätzungen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. Nach einem deutlichen Rückgang in den 1990er Jahren stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Seit 2005 schwankt sie um etwa 3000 pro Jahr. Der „Import“ von Infektionen aus dem Ausland ist dabei noch nicht berücksichtigt. Ende 2015 lebten in der Bundesrepublik etwa 84700 HIV-Infizierte, darunter schätzungsweise 12600, die noch nichts von ihrer Infektion wissen und deshalb ihre Sexualpartner ungewollt anstecken können.

Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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Ausgabe: 12/2016
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