Konsum von Cannabis und illegalen Drogen

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Infografik Nr. 292324

Jeder 7. Erwachsene in Deutschland hat mindestens einmal im Leben Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht, darunter Kokain/Crack, Ecstasy und Amphetamine. Deutlich höher ist der Anteil derer, die schon einmal Haschisch oder Marihuana konsumiert haben. Wie sieht es mit dem aktuellen Konsumverhalten aus und wo liegen die Gefahren?

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In Deutschland hat jeder siebente Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren mindestens einmal in seinem Leben Erfahrungen mit illegalen Drogen gemacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Epidemiologische Suchtsurvey, eine regelmäßig durchgeführte Umfrage zum Drogenkonsum, zuletzt für das Jahr 2024. Verbreitet sind illegale Drogen vor allem unter jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre). Außerdem ist der Anteil der Drogenkonsumenten unter Männern generell höher als unter Frauen.

Der Suchtsurvey erfasst auch den Gebrauch von Cannabis, obwohl diese Droge am 1. April 2024 für den Konsum durch Erwachsene freigegeben wurde und in diesem Rahmen nicht mehr als illegal gilt. Canna-bis wird mit Abstand am häufigsten konsumiert, entweder in Form von Marihuana, den Blütenständen der Cannabispflanze, oder von Haschisch, dem gepressten Harz. Fast ein Drittel der Erwachsenen (317 von 1 000 Befragten) hat zumindest einmal im Leben Cannabis konsumiert. Einen Konsum im letzten Jahr gaben 98 von 1 000 Befragten an. Der regelmäßige Konsum von Cannabis ist nicht unbedenklich. Er führt zu einer leichten psychischen Abhängigkeit, teils auch zu Motivationsverlust und Depressionen. Bei 11 % der Cannabis-Konsumenten waren die Kriterien für eine Abhängigkeit gegeben.

Unter den illegalen Drogen hat Kokain die meisten Lebenszeitkonsumenten. Der Wirkstoff wird aus den Blättern der Kokapflanze gewonnen und dann chemisch verarbeitet. Kokain wirkt zunächst euphorisierend, dann folgt ein Zustand starker Erschöpfung („Crash“). Bei dauerhaftem Konsum drohen Organschäden. Derzeit zeigen 12 % der Konsumenten ein süchtiges Verhalten. Auf Lebenszeit von fast ebenso vielen genutzt wurden Amphetamine und die als Crystal Meth bekannten Metamphetamine. Sie steigern die Leistungsfähigkeit, unterdrücken Müdigkeit, Hunger- und Durstgefühl, was zum Kreislaufversagen führen kann, und machen schnell abhängig. Dem aktuellen Survey zufolge waren bei fast jedem vierten Konsumenten Anzeichen einer Sucht festzustellen. Das Amphetaminderivat Ecstasy ist als Selbstwertgefühl und Kontaktfreudigkeit steigernde „Partydroge“ verbreitet. Es fand auf Lebenszeit und im Lauf des letzten Jahres etwa ebenso viele Abnehmer wie Kokain und Methamphetamin.

Unter den Opiaten ragt Heroin hervor. Es führt zu starker Abhängigkeit und geistigem wie körperlichen Verfall. Auf Heroin sind die meisten drogenbedingten Todesfälle zurückzuführen. Neben psychoaktiven Pilzen und dem stark halluzinogenen LSD wurden in den letzten Jahren zunehmend die sogenannten „Designerdrogen“ konsumiert, die mit relativ geringem Aufwand aus legal verfügbaren Stoffen hergestellt werden. 

Ausgabe: 07/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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