Fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen

Fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen
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Infografik Nr. 021495

In den Diskussionen um die Rentenreform wird oft davon gesprochen, dass das Renteneintrittsalter angehoben werden sollte, weil die Lebenserwartung immer weiter zunimmt. Tatsache ist, dass auch die Lebenserwartung älterer Menschen immer noch ansteigt. Finden Sie hier die Fakten zur Entwicklung seit Beginn des 20. Jahrhunderts!

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Fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen  In den Diskussionen über die Reform der Rentenversicherung hört man von der Notwendigkeit, die Lebensarbeitszeit zu verlängern und die Rentenaltersgrenze weiter anzuheben, da die Lebenserwartung und damit die Dauer des Rentenbezugs immer noch ansteigt. Tatsächlich erreichte die Lebenserwartung bei der Geburt 2025 für Männer und Frauen neue Höchstwerte, nachdem sie in den Corona-Jahren 2020 bis 2022 deutlich gesunken war. Mädchen hatten bei der Geburt demnach Aussicht auf eine Lebensspanne von durchschnittlich 83,6 Jahren, Jungen von 79,1 Jahren. Kurz nach der deutschen Einigung (1991/93) lag die Lebenserwartung für neugeborene Mädchen noch bei 79,0 und für Jungen bei 75,2 Jahren.

Ein Anstieg der Lebenserwartung ergibt sich aber nicht nur für die Neugeborenen, sondern auch für Menschen in höherem Alter. So hatten 65-jährige Frauen 2025 noch einen Lebensabend von durchschnittlich 21,2 Jahren zu erwarten, für 65-jährige Männer ergaben sich 18,1 weitere Lebensjahre. Das erreichbare Alter stieg für diese Altersjahrgänge also auf 86,2 Jahre bei den Frauen und 83,2 Jahre bei den Männern.

Obwohl der Begriff „Lebenserwartung“ als Prognose gedeutet werden könnte und auch oft so gedeutet wird, enthält er, wie das Statistische Bundesamt betont, keine Annahmen darüber, wie sich die Über-lebensdauer künftig entwickeln wird. Errechnet wird die Lebenserwartung vielmehr aus den augenblicklich herrschenden Sterblichkeitsverhältnissen der einzelnen Bevölkerungsjahrgänge. Für die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen Menschen werden dabei nur die Jahrgänge ab 65 in die Berechnung einbezogen.

Wie die Lebenserwartung bei der Geburt ist auch die fernere Lebenserwartung der 65-Jährigen im Lauf der Jahrzehnte fast kontinuierlich angestiegen. Anfang des 20. Jahrhunderts lag sie für Männer bei 10,4 Jahren, für Frauen bei 11,1 Jahren. Um 1950 hatte sie sich für Männer auf 12,8 Jahre, für Frauen auf 13,7 Jahre erhöht. 1970/72 zeichnete sich für Frauen eine weitere Verlängerung des Lebensabends auf 15,2 Jahre ab, während die Männer auf 12,1 Jahre zurückfielen. Damit vergrößerte sich auch der Abstand zwischen den Geschlechtern. Doch nicht nur das Geschlecht, auch die soziale Lage der Menschen hat Auswirkungen auf die Lebenserwartung. Wie eine Studie des Robert-Koch-Instituts von 2019 ergab, haben Menschen mit niedrigem Einkommens- und Bildungsstatus ein höheres Mortalitätsrisiko und eine niedrigere Lebenserwartung: 2015 unterschied sich die fernere Lebenserwartung von 65-jährigen Männern der höchsten und der niedrigsten Einkommensgruppe um nicht weniger als 6,6 Jahre! 

Ausgabe: 08/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
TIPP!
Unterschiede der Lebenserwartung Unterschiede der Lebenserwartung
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Alternde Menschheit Alternde Menschheit
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Steigende Lebenserwartung Steigende Lebenserwartung
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