Unterstützung für die Ukraine

Unterstützung für die Ukraine
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Infografik Nr. 840759

Mit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump Anfang 2025 wurde die amerikanische Unterstützung für die Ukraine fast ganz zurückgefahren. Die europäischen Staaten waren seitdem umso stärker gefordert.  Das ZAHLENBILD zeigt den Umfang der militärischen, finanziellen und humanitären Hilfen für die Ukraine bis Ende 2025.

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Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 löste eine breite Unterstützung vor allem westlicher Staaten für das angegriffene Land aus. Und das nicht nur in Worten, sondern in Form umfangreicher finanzieller, militärischer und humanitärer Hilfe. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft erfasst mit seinem Ukraine Support Tracker die internationalen Leistungen und Hilfe-Zusagen an die ukrainische Regierung. Seinen Erhebungen zufolge erhielt die Ukraine vom 24.1.2022 (dem Tag des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Kiew und Moskau) bis zum Ende des Jahres 2025 Hilfen im Gesamtvolumen von 342,8 Mrd €. Davon entfielen 161,7 Mrd € auf militärische Unterstützung (Waffenlieferungen und für den Ankauf von Waffen und Munition bestimmte Mittel), 157,5 Mrd € auf finanzielle Hilfen, hauptsächlich zur Aufrechterhaltung der staatlichen Funktionen in der Ukraine, und 23,6 Mrd € auf humanitäre Hilfe.

Mit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump im Januar 2025 hatte sich die Unterstützung für die Ukraine nach nahezu drei Kriegsjahren fundamental verändert und das sowohl in militärischer, finanzieller als auch politischer Hinsicht. Unvergessen der feindselige Empfang des ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Weißen Haus (28.2.2025) und die vielen Signale des amerikanischen Entgegenkommens gegenüber Russland im Lauf des Jahres. Da die Hilfe der USA unter Trump auf Null zurückgefahren wurde, waren die europäischen Staaten umso stärker gefordert. Eine führende Rolle fiel dabei den EU-Institutionen zu, deren Kredite und Zuschüsse 2025 rund 90% der finanziellen und humanitären Hilfe an die Ukraine abdeckten. Die militärische Hilfe wurde fast ganz von den nord- und westeuropäischen Staaten getragen (insbesondere Skandinavien, Deutschland, Großbritannien), während sich die Staaten Süd- und Osteuropas daraus weiter zurückzogen. Um dem Stopp der US-Waffenhilfe etwas entgegenzusetzen, rief die NATO die PURL-Initiative ins Leben. In deren Rahmen wurden in den USA für 3,7 Mrd € Waffen zugunsten der Ukraine eingekauft. Eine zunehmende Rolle spielte daneben die Finanzierung von Waffenkäufen bei Rüstungsunternehmen in der Ukraine selbst.

Über den gesamten Zeitraum von 2022 bis Ende 2025 blieben die USA mit bilateralen Leistungen von 131,5 Mrd € noch immer der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Die EU-Institutionen nahmen mit 95,8 Mrd € den zweiten Rang ein. Es folgten weitere Staaten der NATO, der EU und der G-7 mit ihren bilateralen Zuwendungen: Deutschland, Großbritannien, Kanada, Dänemark und Japan. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft leisteten die baltischen und nordischen Staaten die stärkste Unterstützung für die Ukraine. 

Ausgabe: 04/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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