Die Wirtschaftsstruktur der Länder 2025
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Infografik Nr. 230022
Die deutschen Bundesländer unterscheiden sich im Hinblick auf Bevölkerung und wirtschaftliche Voraussetzungen. Das wirkt sich auf die jährliche Wirtschaftsleistung aus. Die Rangfolge der Länder nach der Größe ihres Bruttoinlandsprodukts!
Die Wirtschaftsstruktur eines Landes ist dadurch geprägt, wie sich bestimmte gesamtwirtschaftliche Größen (Wertschöpfung, Produktion, Erwerbstätige, Investitionen) weiter untergliedern bzw. zusammensetzen. Die regionale Wirtschaftsstruktur zeigt an, wie sich Wirtschaftstätigkeit, Produktionsstätten, Erwerbstätigkeit usw. auf die Fläche des Landes verteilen, wo es z.B. industrielle Schwerpunkte oder Dienstleistungszentren gibt. Die sektorale Wirtschaftsstruktur ergibt sich aus der Aufteilung der gesamten Wirtschaft auf die drei Bereiche der Rohstoffgewinnung, der Güterproduktion und der Dienstleistungen. Die Unternehmensstruktur lässt erkennen, in welchem Umfang kleine, mittlere und große Unternehmen zur Wirtschaftsleistung des Landes beitragen. Die Beschäftigungsstruktur schließlich gibt Auskunft darüber, wie sich die Arbeitskräfte auf Wirtschaftszweige, Unternehmen, Berufe und Qualifikationsstufen verteilen.
Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder erlauben es, die Wirtschaftsleistung der einzelnen Bundesländer nach Wirtschaftssektoren aufzuschlüsseln. 2025 entfielen in der gesamten deutschen Volkswirtschaft ● 1 % der Bruttowertschöpfung auf Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, ● 28 % auf das Produzierende Gewerbe (Energiewirtschaft, Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe) und ● 71 % auf Dienstleistungen. Von diesen Gesamtwerten wichen die einzelnen Länder zum Teil beträchtlich ab.
Am stärksten industriell geprägt ist Baden-Württemberg, wo das Produzierende Gewerbe 37 % zur Bruttowertschöpfung beträgt. Thüringen kommt auf einen Anteil von 32 %, Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf jeweils 31 %. In Nordrhein-Westfalen, ehemals industrielles Kernland der Bundesrepublik, sind es nur noch 25 %. Eine viel geringere Rolle spielt das Produzierende Gewerbe in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg (mit Anteilen von 13 bzw. 18 %) sowie in Hessen (21 %). Dort entfällt ein weit überdurchschnittlicher Anteil der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung auf Dienstleistungen: 79 % in Hessen, 82 % in Hamburg und sogar 87 % in Berlin. Wobei sich die Schwerpunkte der Dienstleistungen aber auch noch einmal unterscheiden – mit wechselnden Anteilen für Finanzdienstleistungen, Handel, Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Medien und IT. Die Landwirtschaft, so unverzichtbar sie für die Versorgung der Bevölkerung, für Ökologie und Landschaft ist, fällt mit ihrem Beitrag zur Wertschöpfung kaum ins Gewicht. Zusammen mit Forstwirtschaft und Fischerei kommt sie in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt auf einen Anteil von knapp 3 %. In acht der 16 Bundesländer liegt ihr Anteil jedoch unter 1%.
| Ausgabe: | 06/2026 |
| Produktformat: | eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei. |
| Reihe: | 53 |
| Reihentitel: | Zahlenbilder |