Arbeiten im Homeoffice

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Infografik Nr. 247229

Die Arbeit im Homeoffice hat sich in Deutschland dauerhaft etabliert. Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Homeoffice hat Vorteile, aber auch seine negativen Seiten. Und es kommt nicht für alle Berufe in Frage. Informationen zur Diskussion über eine neue Arbeitsform - für Sie zum Download!

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Das Arbeiten im Homeoffice hat sich in Deutschland dauerhaft etabliert. Vor der Corona-Pandemie, im Jahr 2019, arbeitete etwa jeder achte Erwerbstätige zumindest gelegentlich von zu Hause aus. Während der Pandemie verdoppelte sich dieser Anteil, als Tätigkeiten aus den Unternehmen in die heimischen vier Wände verlegt wurden, um dem Risiko einer Infektion durch persönliche Kontakte zu begegnen. Was zunächst nur als Notlösung gedacht war, erwies sich jedoch bald als Arbeitsform, die für Arbeitgeber und Beschäftigte vorteilhaft sein konnte – vorausgesetzt, die damit verbundenen technischen und arbeitsorganisatorischen Fragen waren geklärt (Digitalisierung der Aufgaben, Computerausstattung, Sicherheitsprobleme, Erreichbarkeit). Die Pandemie erzeugte offenbar den nötigen Druck zur Beschleunigung dieser Prozesse.

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus arbeiteten 2025 insgesamt 24,6 % der Erwerbstätigen im Homeoffice. Der Anteil der Homeoffice-Nutzer war damit fast so hoch wie im Pandemie-Jahr 2021 (25,1 %). Allerdings arbeiteten nicht mehr so viele ausschließlich von zu Hause aus: 2025 verbrachten rund 6 % der Erwerbstätigen ihre Arbeitszeit täglich am heimischen Schreibtisch (2021: 10 %); die übrigen Nutzer teilten ihre Arbeitstage zwischen Betrieb und Homeoffice auf. Es haben sich also hybride Arbeitsformen entwickelt, die den klassischen Arbeitsalltag mit den Möglichkeiten digitaler Arbeit aus der Ferne kombinieren.

Arbeit im Homeoffice eignet sich bei Weitem nicht für alle Berufsgruppen. Sie beschränkt sich naturgemäß auf Tätigkeiten, die nicht zwingend ortsgebunden sind und keine ständige Anwesenheit erfordern. Arbeiten, die ohnehin am Schreibtisch und am Computer erledigt werden, lassen sich oft nach Hause verlegen. Andere, die z.B. an Maschinen und Anlagen ausgeübt werden, an einem bestimmten Ort oder im Kontakt mit anderen Menschen erbracht werden müssen, erlauben das nicht. So konnten 2025 rund drei Viertel der Erwerbstätigen im Bereich der IT-Dienstleistungen oder der Unternehmensführung und -verwaltung zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten. In der Gastronomie, im Nahrungsmittel-Gewerbe, im Einzelhandel oder im Gesundheitswesen war dies hingegen kaum möglich.

Arbeitnehmer schätzen am Homeoffice den Wegfall von Pendelzeiten, den Gewinn an Flexibilität und die bessere Work-Life-Balance. Negativ kann sich der Verlust an zeitlicher und räumlicher Struktur im Homeoffice und die dadurch bedingte Entgrenzung der Arbeit auswirken. Arbeit zu Hause erbringt sogar einen Gewinn an Produktivität – allerdings nur bis zu einem Kipppunkt, der bei einem Homeoffice-Anteil von etwa 60 % erreicht wird, wie das Fraunhofer-Institut IAO in einer Untersuchung für die Techniker-Krankenkasse feststellte. 

Ausgabe: 06/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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