Einkommensteuertarif 2023

Einkommensteuertarif 2023
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Infografik Nr. 181272

Der Einkommensteuertarif ist progressiv angelegt: Je mehr jemand verdient, desto höher steigt der Steuersatz. Das gilt auch für inflationsbedingte Einkommenszuwächse. Um eine Mehrbelastung durch solche Scheingewinne zu vermeiden, wird der Steuertarif regelmäßig angepasst. So auch für 2023. Sehen Sie selbst, womit Sie unter dem neuen Tarif zu rechnen haben!

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In Deutschland erbringt die Einkommensteuer rund ein Drittel der Steuereinnahmen. Als Steuer,... mehr
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In Deutschland erbringt die Einkommensteuer rund ein Drittel der Steuereinnahmen. Als Steuer, die sich nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen richtet, erfüllt sie neben ihrem rein fiskalischen Zweck auch wichtige verteilungspolitische Aufgaben. Zur Umsetzung dieser Funktionen dient der Steuertarif, der wie folgt ausgestaltet ist: Allen Steuerpflichtigen steht jährlich ein Grundfreibetrag zu.

Auf Einkommen bis zu dieser Höhe wird keine Einkommensteuer erhoben. Das entspricht dem Gebot des Bundesverfassungsgerichts, das Existenzminimum der Bürgerinnen und Bürger steuerfrei zu stellen. Als Existenzminimum gilt der im Sozialhilferecht anerkannte Mindestbedarf. Alle zwei Jahre legt die Bundesregierung einen Bericht vor, der diesen Mindestbedarf neu bestimmt. Falls erforderlich, wird der steuerliche Grundfreibetrag entsprechend angehoben. 2023 steigt er auf 10 908 Euro. Nur derjenige Teil des Einkommens, der über den Grundfreibetrag hinausgeht, unterliegt der Einkommensteuer. Dabei nimmt die Steuerbelastung mit der Höhe des Einkommens zu. Wer mehr verdient, soll einen größeren Teil seines Einkommens zur Finanzierung der Staatsaufgaben beitragen.

Wie das Schaubild zeigt, steigt die sogenannte Grenzbelastung zunächst in zwei Etappen geradlinig-progressiv an. In dieser Progressionszone des Steuertarifs werden die Einkommen nach und nach immer stärker belastet. Jeder Euro, der hinzuverdient wird, wächst in einen höheren Steuersatz hinein. Die Besteuerung beginnt oberhalb des Grundfreibetrags mit dem Eingangssteuersatz von 14 % und klettert rasch auf etwa 24 %. Ein langgestreckter, nicht mehr ganz so steiler Anstieg schließt sich an. Diejenigen Teile des Einkommens, die den Betrag von 62809 Euro übersteigen, sind in der anschließenden Proportionalzone einem gleichbleibenden Steuersatz von 42% unterworfen. Für Einkommensteile ab 277826 Euro gilt unverändert der Spitzensteuersatz von 45 %. Diese sogenannte Reichensteuer wurde 2007 eingeführt: allerdings sind Gewinneinkünfte mit Hilfe eines Entlastungsbetrags davon ausgenommen.

Bei der Festlegung des Steuertarifs wurden die Knickpunkte im Tarifverlauf, mit Ausnahme der Grenze zur Reichensteuer, nach rechts verschoben. Dies mindert den Effekt der "kalten Progression" und bewirkt eine spürbare Entlastung der Steuerzahler. Bezieht man den Steuerbetrag auf das zu versteuernde Gesamteinkommen, ergibt sich die steuerliche Durchschnittsbelastung. Diese beläuft sich 2023 für Ledige bei einem Einkommen von 15 000 Euro auf 4,9 %, bei 40 000 Euro auf 19,6 %, bei 80 000 Euro auf 29,5 % und bei 300 000 Euro auf 38,9 %.

Ausgabe: 01/2023
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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