Die Arbeitslosen 1991-2021

Die Arbeitslosen 1991-2021
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Infografik Nr. 258238

Das ZAHLENBILD bildet die Entwicklung der Arbeitslosenquote seit 1991 ab und geht auf den Einfluss der Corona-Krise auf den deutschen Arbeitsmarkt ein. Direkt herunterladen!

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Von ihrem Höhepunkt im Jahr 2005 ging die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit in Deutschland bis 2019 deutlich zurück. Unterbrochen wurde diese Entwicklung durch die Finanzkrise (2009) und die Eurokrise (2013). 2019 erreichte sie mit 2,27 Mio Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von 5,0 % ihren vorläufigen Tiefpunkt, während die Zahl der Erwerbstätigen mit 45,3 Mio auf einen Rekordwert anstieg. Eine Abschwächung der Konjunktur war da schon absehbar, nicht aber der Rückschlag, der im folgenden Jahr dann tatsächlich eintrat. Im Frühjahr 2020 erfasste die Corona-Pandemie auch Deutschland. Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, wurden Wirtschaft und öffentliches Leben von März bis Mai und noch einmal im Herbst für mehrere Wochen heruntergefahren. Die reale Wirtschaftsleistung schrumpfte 2020 um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr und auch der Arbeitsmarkt geriet massiv unter Druck, wobei durch die Ausweitung von Kurzarbeit ein noch stärkerer Anstieg der Arbeitslosigkeit vermieden wurde.

2021 trat nur eine leichte Entspannung ein. Der wechselhafte Verlauf der Pandemie und die Störung der internationalen Lieferketten machten der Wirtschaft weiterhin zu schaffen. Die Zahl der Erwerbstätigen stagnierte im Jahresdurchschnitt mit 44,9 Mio auf dem Stand des Vorjahrs. Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit gingen zurück, sanken aber noch längst nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2021 im Durchschnitt 2,61 Mio Menschen arbeitslos gemeldet (3 % weniger als im Vorjahr), davon 1,45 Mio Männer und 1,16 Mio Frauen. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 5,7 % aller zivilen Erwerbspersonen. In Westdeutschland lag die Quote mit 5,4 % nach wie vor niedriger als im Osten (7,1 %). Auf Länderebene bewegte sie sich zwischen 3,5 % in Bayern und 10,7 % in Bremen. Höher als im Durchschnitt des Vorjahrs war sie nur in Berlin (9,8 %), wo der Arbeitsmarkt durch die Pandemie besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten die verschiedenen Personengruppen 2021 in unterschiedlichem Ausmaß. Bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung sank sie um 6 %, bei Akademikern sogar um fast 7 %, dagegen blieb sie bei Personen ohne Berufsausbildung nahezu unverändert (-0,3 %). Und während die Arbeitslosenzahl bei den Unter-25-Jährigen deutlich abnahm, da sich die Einstellungshemmnisse des ersten Pandemiejahres nach und nach auflösten, stieg sie bei den Älteren ab 55 Jahren noch weiter an. Generell verschob sich das Schwergewicht verstärkt wieder in Richtung Langzeitarbeitslosigkeit: 62 % der Arbeitslosen mussten die Grundsicherung für Arbeitsuchende in Anspruch nehmen.

Ausgabe: 02/2022
Reihe: 53
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