Wirtschaftswachstum 1950-2025

Wirtschaftswachstum 1950-2025
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Infografik Nr. 220000

Die deutsche Wirtschaft steckt in einer anhaltenden Stagnation fest. Ein Vergleich der Wachstumsraten seit Gründung der Bundesrepublik zeigt, dass es immer häufiger zu Konjunkturrückschlägen kommt und das Wachstum insgesamt schwächer ausfällt. 75 Jahre deutsche Wirtschaftsentwicklung auf einen Blick!

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Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist durch zyklische Schwankungen gekennzeichnet, deren Abfolge und Intensität an der realen (von Preiseinflüssen bereinigten) Veränderung des Bruttoinlandsprodukts abzulesen ist. Obwohl kein Zyklus dem anderen völlig glich, kann man von einem für die Bundesrepublik typischen Muster des Konjunkturverlaufs sprechen: Export, Investitionen und privater Verbrauch in ihrer wechselseitigen Verschränkung waren die konjunkturbestimmenden Faktoren. Ein Aufschwung wurde meist durch die steigende Industriegüternachfrage des Auslands eingeleitet. Zusammen mit der sich ebenfalls belebenden Inlandsnachfrage brachte sie die Industrieproduktion in Schwung, deren Impulse schließlich auf die gesamte Wirtschaft ausstrahlten. Diese Phase endete, wenn die erweiterten Produktionskapazitäten nicht mehr voll ausgelastet waren und daher schließlich die Investitionen gedrosselt wurden. Langfristig folgte die Wirtschaftsentwicklung der Bundesrepublik einem aufsteigenden Trend. Durch alle Zyklen hindurch setzte sich das reale Wachstum fort. Allerdings wurden die Wachstumswellen immer flacher, die Konjunktureinbrüche tiefer. Zum Ende des Zyklus 1982-1992 bescherte die deutsche Einheit der westdeutschen Wirtschaft noch einmal hohe Wachstumsraten, während die Produktion im Osten nach Einführung der D-Mark (Juli 1990) einbrach. Da die amtliche Statistik die gesamtdeutsche Entwicklung erst ab 1992 ausweist, greift das ZAHLENBILD für 1990/91 auf geschätzte Wachstumsraten zurück.

Nach einem wechselhaften Jahrzehnt verzeichnete die Bundesrepublik im Jahr 2000 das bis dahin stärkste Wachstum seit der deutschen Einigung. Ein anhaltender Aufschwung blieb aber aus. Nach dem Platzen der New-Economy-Blase glitt die Wirtschaft ab 2001 in eine hartnäckige Stagnation, die erst 2006/07 nachdrücklich überwunden wurde. Dabei strahlte der Exportboom nach dem gängigen Konjunkturmuster endlich auch auf die Investitionen und den Arbeitsmarkt aus. 2008 setzte die Finanzkrise der Erholung schon wieder ein Ende. Nach Überwindung der Euro-Schuldenkrise (2012/13) schwenkte die Volkswirtschaft auf einen Pfad mit solidem Wachstum ein. 2018/19 schwächte sich der Aufschwung ab. Einen regelrechten Einbruch (-4,1%) verursachte dann die Corona-Pandemie, die das Wirtschaftsleben 2020 weithin lähmte. Nach kurzer Erholung stand das Jahr 2022 im Zeichen des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Die dadurch ausgelöste Energiekrise, der Fachkräftemangel, eine restriktive Geldpolitik und die schwächelnde Weltkonjunktur machten der deutschen Wirtschaft zu schaffen. So ging die reale Wirtschaftsleistung 2023 und 2024 zurück und auch 2025 blieb eine Erholung aus – nun vor dem Hintergrund der erratischen Zollpolitik der USA und der wachsenden Konkurrenz Chinas. 

Ausgabe: 04/2026
Produktformat: eps-Version, Komplette Online-Ausgabe als PDF-Datei.
Reihe: 53
Reihentitel: Zahlenbilder
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